Holiday Report: Hotels wichtiger als Destination

Erfolgreich mit Hotelkonzepten: Thomas-Cook-Deutschland-Chefin Stefanie Berk und Touristikchef Sascha Büsseler im Casa Cook Rhodos
Erfolgreich mit Hotelkonzepten: Thomas-Cook-Deutschland-Chefin Stefanie Berk und Touristikchef Sascha Büsseler im Casa Cook Rhodos. Foto: mg

Das Hotel wird bei der Urlaubsplanung immer wichtiger. „Waren es früher die Destinationen, die Urlauber gelockt haben, so sind es heute immer öfter die Hotels, die für die Reiseentscheidung verantwortlich sind“, sagt Stefanie Berk, Zentraleuropa-Chefin von Thomas Cook.

Entscheidend sei dabei, dass die Hotels ihren Gästen „passgenaue Konzepte und modernes Design bieten“, also je nach Kundengruppe unterschiedlich gestaltet und ausgestattet sind. Ein Punkt gilt dabei für alle Kunden: „Der Gast muss sich heute im Hotel sofort wie zu Hause oder bei sehr guten Freunden fühlen“, beschreibt Berk den Trend zu „Staycation“, der von Thomas Cook mit Marken wie Casa Cook, Sunwing, Sunprime und Cooks Club bedient werde.

Die Managerin verweist dabei auf den jüngsten Holiday Report des Konzerns, der zum zweiten Mal aufgelegt wurde und auf der Basis von Kundenbefragungen erstellt wurde. Gut 80 Prozent der Teilnehmer hatten dabei ausgesagt, dass für sie das Hotel „mindestens so wichtig wie das Reiseziel, wenn nicht sogar wichtiger ist“.

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Als weiteren Trend macht der Report Luxusreisen aus. Überraschend ist dies nicht: Seit 2014 stieg die Zahl der Luxusreisen global um satte 18 Prozent. Der Trend zum Luxus war auch der Grund für den Konzern, mit der Luxusmarke Signature Finest Selection stärker als zuvor in dieses Segment zu investieren.

Dabei gehe es Berk zufolge allerdings nicht nur um exklusive Unterkünfte und hochwertige Speisen und Getränke, sondern auch um „direkte Ansprechpartner und eine persönliche und flexible Betreuung vor Ort“.

Beim Thema Digitalisierung zeigt der Holiday Report einmal mehr auf, wie stark Kunden zwischen on- und offline pendeln. So suchen 55 Prozent der Kunden von Thomas Cook zunächst online nach einer Reise, gehen zum Buchen dann aber doch ins Reisebüro. Dies bestätige die Cook-Strategie in Deutschland, den Omnichannel-Ansatz weiter voranzutreiben und On- und Offline noch enger miteinander zu verbinden.

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