TUI: „Bestes Ergebnis aller Zeiten“

Europas größter Reisekonzern TUI hat nach den positiven Ausblicken im Laufe des Jahres wie erwartet ein starkes Ergebnis vorgelegt: Der Umsatz stieg um über vier Prozent auf 24,2 Milliarden Euro, das bereinigte Ebit (Gewinn vor Steuern) erreichte mit knapp 1,5 Milliarden Euro Rekordniveau.

Basis für den Erfolg sind steigende Reisepreise, ein Gästeplus von fünf Prozent auf fast 35 Millionen Kunden sowie gute Ergebnisse im Bereich „Urlaubserlebnisse“ mit TUI Hotels & Resorts, Kreuzfahrten und TUI Musement. In der Folge sinkt die Nettoverschuldung um knapp 20 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte sie noch bei 1,6 Milliarden Euro gelegen.

Eigenes „Ökosystem“ als Stärke

Entsprechend positiv zeigt sich Konzernchef Sebastian Ebel: „2025 war ein erfolgreiches Jahr für TUI. In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld haben wir das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte erreicht. Das TUI-Ökosystem mit starken eigenen Marken wie RIU, Robinson, TUI Blue oder TUI Cruises und ein wachsender globaler Vertrieb über unsere bekannten Reiseveranstalter sind unsere Stärke.“

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Der Bereich Märkte/ Airline war Ebel zufolge „geprägt durch Investitionen in den globalen Ausbau“ des eigenen Marktplatzes und der „damit verbundenen Transformation“. Damit habe man die Grundlagen „für zukünftiges Menge- und Ergebniswachstum“ auch in diesem Segment gelegt. Ein Beispiel dafür ist Sharm el Sheikh.

Mit der Aufnahme der Direktflüge durch TUI Fly wurde in dem Zielgebiet in Ägypten auch die Wiedereröffnung des dortigen Magic Life Clubs möglich.

KI als „große Chance“

Am strategischen Ziel von TUI ändert sich laut Sebastian Ebel nichts: „Wir wollen mit eigenen, differenzierten Produkten global wachsen und damit unabhängig vom herausfordernden europäischen Marktumfeld werden.“ Auf technischer Ebene solle verstärkt künstliche Intelligenz zum Einsatz kommen. Die sei für TUI „eine große Chance“.

„Wir machen unsere Inhalte KI-sichtbar und KI-buchbar – beispielsweise über Partnerschaften wie mit Mindtrip“, berichtet der Konzernchef anlässlich der Bekanntgabe der Bilanzzahlen. Sowohl Kunden als auch Reisebüros könnten mithilfe von KI schon heute komplexe Rundreisen planen und über einen TUI-Button direkt in eine Buchung übertragen. Diese Technik werde sich rasant weiterentwickeln.

Gleichzeitig setzt TUI weiter auf den stationären Reisevertrieb. „In Reisebüros buchen Kunden oft sehr hochwertige Reisen, und das sehr frühzeitig. Qualifizierte Beratung und die Erfahrung der Reise-Experten haben einen Wert für den Gast und für uns“, betont Sebastian Ebel.

Kreuzfahrten besonders stark

Besonders zufrieden zeigt sich TUI mit dem Kreuzfahrtgeschäft der Marken Hapag-Lloyd Cruises, TUI Cruises und Marella. Das bereinigte Ebit stieg um 108 Millionen Euro auf 482 Millionen Euro. Der Kreuzfahrt-Markt biete weiter „sehr attraktive Perspektiven für ein nachhaltiges, profitables Wachstum“, verweist Ebel unter anderem auf die Inbetriebnahme der Mein Schiff Relax im März. Damit stieg die Flottengröße auf insgesamt 18 Schiffe. Die Auslastung lag im Durchschnitt bei 99 Prozent und damit auf dem Niveau des Vorjahres, die Tagesrate stieg um zwei Prozent auf durchschnittlich 235 Euro.

„Guter“ Start ins Jahr 2026

Das Wintergeschäft sowie den Start in den Sommer 2026 bezeichnet Sebastian Ebel als „gut“. Die Pauschalreise erweise sich dabei mit ihrer hohen Absicherung und dem gebotenen Service weiterhin als „Goldstandard“. Das Segment wachse auch durch den Ausbau des dynamischen Angebots. Dieses sorge für „mehr Auswahl und Flexibilität mit dem Service und der Sicherheit der Pauschalreise“, so Ebel. Gleichzeitig eröffne es TUI „neue Kundengruppen und Marktchancen“.

Eine zunehmend wichtige Rolle spielt beim deutschen Marktführer auch das eigene Hotelportfolio: Aktuell gehören weltweit 463 Hotels zum Portfolio, für weitere 70 Hotels sind Verträge unterschrieben. Und auch die Kreuzfahrtflotte wächst: Mit der Mein Schiff Flow wird im Sommer 2026 das nächste Schiff unter dem Dach von TUI Cruises in den Dienst gestellt.

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