Air Berlin und Etihad verstärken Kooperation

Ein Jet in gemeinsamen Farben – aber mehr Anteile kauft Etihad nicht bei Air Berlin
Ein Jet in gemeinsamen Farben – aber mehr Anteile kauft Etihad nicht bei Air Berlin.
Foto: Air Berlin

Air Berlin und der Teilhaber Etihad Airways wollen ihre Zusammenarbeit bei Marketing und Vertrieb intensivieren. Ein verstärktes finanzielles Engagement des Golf-Carriers bei der angeschlagenen deutschen Airline wird es aber nicht geben. „Etihad Airways steht auch weiterhin voll und ganz hinter der Airline und ihrem Management“, betonte Etihad-Chef James Hogan auf einer Pressekonferenz am Montag in Berlin. Er sei „zuversichtlich, dass Air Berlin auf dem richtigen Weg ist, um wieder solide Erträge zu erwirtschaften“.

Mit gemeinsamen Vertriebsaktivitäten in über 50 Märkten wollen die beiden Partner den Verkauf ihrer Codeshare-Flüge in diesem Jahr weiter ausbauen. Im vergangenen Jahr habe man 560.000 Passagiere im Codesharing befördert, 74 Prozent mehr als im Vorjahr, heißt es.

Für die gemeinsamen Strecken wird im Rahmen der neuen Kampagne „Moving Forward“ geworben, die bis März läuft. Dafür ist ab sofort auch ein Jet in den Farben beider Airlines unterwegs, der auf der Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Wegen dieses gemeinsamen Designs war es in der vergangenen Woche zu Spekulationen gekommen: Vermutet wurde, Etihad Airways werde Air Berlin noch enger an sich binden und weitere Anteile kaufen. Der Aktienkurs von Air Berlin stieg daraufhin am heutigen Morgen zeitweise um 14 Prozent an.