
Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat den Autovermieter Budget in die Pleite getrieben. Nach eigenen Angaben hat die Budget Autovermietung Robert Straub mit Sitz in Biberach am Dienstag Insolvenz angemeldet. Als Grund für diese Entscheidung nannte das Unternehmen „massive Umsatzrückgänge“, die durch die Krise hervorgerufen worden seien. Betroffen seien 650 Mitarbeiter am Hauptsitz in Biberach und an 150 bundesweiten Stationen.
Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz von der Neu-Ulmer Kanzlei Schneider, Geiwitz und Partner bestellt, der laut Budget „die uneingeschränkte Betriebsfortführung an allen Standorten“ plant. Für die Übernahme des Unternehmens seien bereits erste Gespräche mit Interessenten geführt worden.
Erst im August 2007 fusionierten die Autoverleiher Budget und Straub mit ehrgeizigen Zielsetzungen: Sie wollten mittelfristig der drittgrößte Vermieter in Deutschland nach Sixt und Europcar werden. Dass die Geschäfte offenbar nicht so liefen wie geplant, spiegelt sich auch in der Flottenentwicklung wider: Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses bezifferte das Unternehmen seinen Fahrzeugbestand auf 6.500 Mietwagen und 1.000 Lkw. Zu Beginn dieses Jahres waren es nur noch rund 5.600 Pkw und 900 Lastwagen.


