Condor baut City-Strecken mit London weiter aus

Ein Manager mittleren Alters in einem dunklen Anzug steht gestikulierend auf einer bühnenartigen Treppe. Hinter ihm stehen unter einem backsteingemauerten Durchgang Airline-Mitarbeiter in Uniform sowie rot-weiß gestreifte Säulen mit der Aufschrift „Condor“, auf denen Blumensträuße stehen.
Condor-Chef Peter Gerber zog auf der Talk Night in Frankfurt eine positive Bilanz des Jahres. Foto: rie

Das im zurückliegenden Sommerflugplan gestartete Netz mit europäischen City- und Zubringerflügen will Condor im nächsten Jahr weiter ausbauen. Neues Ziel ab April 2026 wird London-Gatwick sein, wie Airline-Chef Peter Gerber am Donnerstagabend auf dem Event „Condor Talk Night“ ankündigte. Dreimal täglich soll der Heimatflughafen in Frankfurt mit der britischen Hauptstadt verbunden werden. 

Condor ist „einmal mehr zurückgekommen“

Vor rund 500 geladenen Gästen in der in Frankfurter Klassikstadt hob Gerber hervor, dass die Condor „einmal mehr zurückgekommen sei“, nachdem Konkurrent Lufthansa das Zubringer-Abkommen mit dem Ferienflieger Ende vergangenen Jahres aufgekündigt hatte. „Wir haben es geschafft, innerhalb weniger Monate ein eigenes Feeder-Netz aufzubauen und mit großer Qualität zu operieren“. Damit habe die Fluggesellschaft erneut unter Beweis gestellt, dass sie „Krisen bewältigen“ könne.

Seit Frühjahr baut Condor ein eigenes Zubringer-Netz in Deutschland und dem europäischen Ausland auf, um den Wegfall des „Special Prorate Agreements“ (SPA) mit Lufthansa zu kompensieren. Geboten werden neun Verbindungen mit jeweils drei täglichen Flügen, unter anderem Inlandsstrecken nach Berlin, Hamburg und München sowie zu europäischen Zielen wie Paris, Rom und Wien. Nächsten Sommer kommen Barcelona, Budapest und Venedig dazu.

In einer Mitteilung kündigt Condor außerdem an, ab Dezember wieder einmal wöchentlich von Düsseldorf nach Sulaymaniyah im Norden des Iraks zu fliegen. Ab Juni 2026 kommt mit Tiflis in Georgien ein weiteres Ziel ab Frankfurt hinzu.

Zufrieden mit dem Geschäftsjahr, aber keine Zahlen

Auch mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich Peter Gerber zufrieden. Mit einer Pünktlichkeit von rund 80 Prozent habe die Fluglinie „Werte wie vor der Corona-Krise“ erreicht. Zudem bewege sich der so genannte Net Promoter Score, der die Kundenzufriedenheit misst, „in Richtung 50 – Werte, die früher für Condor unbekannt waren“. Bei der Talk Night vor einem Jahr hatte der Condor-Boss noch einen NPS von 34 angegeben.

Nicht konkret in die Karten schauen ließ sich Gerber hinsichtlich der Finanzdaten. „Unser Ergebnis ist nicht nur besser als im letzten Jahr, wir finden es sogar erfreulich“, blieb der CEO im Vagen. Im Frühjahr hatte das Management den Verlust im Geschäftsjahr 2023/2024 auf 62 Millionen Euro beziffert, womit man den Vorjahreswert nahezu halbieren konnte. Nach internen operativen Kennzahlen habe man sogar bereits einen Gewinn erzielt, erklärten Peter Gerber und Finanzvorstand Björn Walther damals.

Weitere Bilder von der Talk Night finden Sie auf der Instagram-Seite von touristik aktuell.

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