EU: Fluggastrechte werden erweitert

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Eine Frau treibt entspannt auf dem Rücken im ruhigen Wasser, während im linken Bildbereich die Logos von Le Méridien, St. Regis und The Westin zu sehen sind.

Fluggäste in der EU sollen künftig mehr Rechte bekommen. Nach jahrelangen Verhandlungen haben sich vergangene Woche die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament auf eine Reform der Fluggastrechte geeinigt, wie unter anderem das Nachrichtenportal Tagesschau.de berichtet.

Ein Reisender mit einem Koffer steht vor einer großen Anzeigetafel am Flughafen, die Fluginformationen in leuchtenden Farben zeigt.
Nach vielen Jahren der Verhandlungen wurde endlich wurde ein Kompromiss bei den Fluggastrechten gefunden. Foto: anyaberkut/iStock

Bisherige Entschädigungsregeln bleiben bestehen

Die wichtigste Botschaft: Bei der Entschädigungshöhe für Fluggäste bleibt alles beim Alten. Demnach erhalten Airline-Kunden 250 Euro bei drei Stunden Verspätung, sofern diese von der Fluggesellschaft zu verantworten ist. Bei längeren Verspätungen und auf längeren Flugstrecken können es sogar bis zu 600 Euro sein.

Damit konnte sich das EU-Parlament gegen die Mitgliedstaaten durchsetzen, die für eine Erhöhung der Schwellenwerte plädiert hatten. Dagegen hatten sich EU-Verkehrspolitiker schon im vergangenen Jahr gewehrt, ein Kompromiss für die Reform der Fluggastrechte, über die bereits seit 2013 gestritten wird, war auch nach jahrelangen Verhandlungen nicht greifbar.

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Eine Übersicht verschiedener Hotelmarken-Logos auf dunkelblauem Hintergrund, angeordnet in einer Reihe unter der Überschrift ELEGANCE COLLECTION.

Handgepäck kann weiter extra kosten

Die nun erzielte Einigung sieht auch mehrere Vorgaben für Airlines vor. So müssen diese es durch aktive Informationen den Passagieren erleichtern, ihre Entschädigungsansprüche geltend zu machen. Neu ist auch, dass Namensänderungen keine Zusatzgebühr mehr kosten dürfen, das gleiche gilt für Eltern, die im Flieger neben ihrem Kind sitzen wollen.

Nicht durchsetzen konnte sich das Parlament dagegen mit seiner Forderung, dass Fluggäste ihr Handgepäck standardmäßig umsonst mit in die Kabine nehmen dürfen. Allerdings müssen Airlines künftig ihre Preise inklusive Handgepäck anzeigen, um den Tarifvergleich zu erleichtern. Zudem sollen Passagiere nicht mehr gezwungen werden, für ihr Ticket eine App oder einen Online-Account zu nutzen.

Neue Regeln schon ab 2027

Über das Ergebnis müssen jetzt die Vertreter des Rates und des Parlaments abstimmen. Beim Parlament soll das Berichten zufolge bereits am heutigen Montag geschehen. Nach der Zustimmung beider Seiten haben die Fluggesellschaften ein Jahr Zeit, die neuen Regeln umzusetzen.

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