

Noch positiver ist die Entwicklung der Fehlerquote, da die Zahl der Fluggäste seit 2007 um über 50 Prozent anstieg. 2016 waren bei 5,7 von 1.000 Passagieren Gepäckstücke verspätet, beschädigt oder verschwunden. 2007 lag der Wert noch bei 18,9 und somit mehr als dreimal so hoch. Nach wie vor geben 82 Prozent aller Fluggäste Gepäck auf – auch wenn das bei vielen Flugtarifen mittlerweile zusätzlich bezahlt werden muss.
Einen Wermutstropfen enthält die Gepäckstatistik jedoch: In Europa liegt die Fehlerquote mit 8,1 klar über dem globalen Durchschnitt und stieg im vergangenen Jahr sogar wieder an. Im Zehnjahresvergleich hat sich jedoch auch hier der Wert immerhin über 50 Prozent verringert.
Bei Sita geht man davon aus, dass sich die Gepäckabfertigung in den kommenden noch weiter verbessern wird. „Wir stehen vor einer neuen Ära in der Gepäckabfertigung“, meint Ilya Gutlin, Leiter der Air Travel Solutions bei dem Technikunternehmen.
Denn der Airline-Verband Iata hat seinen Mitgliedern verordnet, dass ab Juni 2018 jedes Gepäckstück lückenlos nachverfolgt wird – von der Aufgabe beim Check-in bis zur Ankunft auf dem Kofferband. Durch diese Transparenz und den verbesserten Datenaustausch zwischen allen Beteiligten „werden wir es fast unmöglich machen, ein Gepäckstück dauerhaft zu verlieren“, verspricht Andrew Price, der Chef des Iata-Gepäckprogramms.



