Green City Trip: TUI-Partner stoppt Nachtzüge

Schlafwagenabteil von Green City Trip: Der Anbieter gibt das Nachtzuggeschäft rasch wieder auf. Foto: Green City Trip
Schlafwagenabteil von Green City Trip: Der Anbieter gibt das Nachtzuggeschäft rasch wieder auf. Foto: Green City Trip

Zwei Winter lang und teilweise auch den letzten Sommer war Green City Trip im Auftrag von TUI mit Nachtzügen unterwegs. Aber das ist jetzt vorbei: Das niederländische Unternehmen hat angekündigt, den Nachtverkehr aufzugeben, wie das Portal Reise vor 9 berichtet. Stattdessen setzt der Anbieter künftig mit seinem neuen Bahnunternehmen Go Volta auf preiswerte Bahnreisen am Tag.

„Der Betrieb von Nachtzügen unter unserem eigenen Label hat sich leider als unrentabel erwiesen, deshalb steigen wir um“, sagt Firmenchef Maarten Bastian. Selbst eine Auslastung von im Schnitt 93 Prozent, attraktive Verbindungen von Amsterdam nach Prag, Venedig, Göteborg und Wien sowie der von TUI vermarktete „Ski-Express“ mit Zustiegen in Köln, Bonn, Koblenz und Frankfurt machten den Hotelbetrieb auf Schienen nicht profitabel.

TUI will an Bord bleiben

Nun wollen die Niederländer den 500 Meter langen Nachtzug mit 730 Betten durch geleaste Züge mit elf Wagen für bis zu 800 Fahrgäste ersetzen. Damit wäre Go Volta neben Flixtrain der zweite Wettbewerber der Deutschen Bahn im Fernverkehr.

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Auch nach dem Produkt- und Markenwechsel will TUI den Newcomern die Stange halten. Laut Reise vor 9 will der deutsche Marktführer die Kooperation mit Go Volta fortsetzen, dessen wachsende Flotte zunächst Amsterdam mit Berlin, Basel und Kopenhagen verbinden soll. „Auch der Ski-Express kann künftig tagsüber fahren und an mehr Bahnhöfen in Deutschland halten“, erläutert Bastian.

Go Volta will seine Züge aber auch anderen Unternehmen anbieten. „Wir führen derzeit interessante Gespräche mit mehreren großen deutschen Reiseveranstaltern“, so Maarten Bastian. Zudem sei man mit der DB im Gespräch, „da wir unsere Tickets auch gerne über deren Systeme verkaufen möchten“. Diese soll es ihm zufolge bereits ab zehn Euro geben. (rie)

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