Lufthansa stationiert den ersten Airbus A350-1000 am Drehkreuz München. Der Erstflug mit Passagieren soll am 3. Dezember nach Tokio/Haneda gehen.

Die Lufthansa-Gruppe nimmt Mitte November ihren ersten Airbus A350-1000 am Standort München in Empfang. Die Maschine mit dem Namen „Deutschland“ und der Kennung D-AIFA wird von den Airbus-Werken in Toulouse überführt und soll nach finalen Arbeiten am 3. Dezember 2026 erstmals mit Passagieren von München nach Tokio/Haneda fliegen, wie der Konzern mitteilt.
In den darauffolgenden Wochen sollen Shanghai und Singapur als weitere Ziele hinzukommen. Alle drei Destinationen werden laut Lufthansa im Wechsel mit der A350-1000 und der A350-900 im Allegris-Kabinenprodukt bedient.
Stärkung von München Als „Premium-Hub“
Heiko Reitz, Bereichsvorstand Lufthansa Airlines und Hub Manager in München zeigt sich stolz, „dass mit dem Airbus A350-1000 das modernste Airbus-Langstreckenflugzeug nach München kommt“. Die Inbetriebnahme der neuen A350-1000 sei Teil der größten Flottenmodernisierung in der Geschichte der Lufthansa Group und stärke zugleich den „Premium-Hub München“.
Die Lufthansa Group hat insgesamt 15 Flugzeuge des Typs A350-1000 bestellt, die bis 2030 ausgeliefert werden sollen. Die ersten zehn davon sind für die Kernmarke vorgesehen und werden am Drehkreuz München stationiert. Bei der Auslieferung der ersten Maschine, die eine Sonderlackierung zum 100-jährigen Gründungsjubiläum erhält, handelt es sich zugleich um das 700. Flugzeug, das Airbus an den Lufthansa-Konzern übergibt.
Platz für 300 Passagiere in vier Klassen
Der A350-1000 ist mit einer Länge von 73,80 Metern sieben Meter länger als der A350-900 und bietet Platz für 300 Passagiere in vier Reiseklassen. Die First Class umfasst drei bis vier Plätze, darunter zwei Einzelsuiten und eine „Suite Plus“. In der Business Class stehen 49 Plätze zur Verfügung, davon acht in Suiten, ergänzt durch 35 Sitze in der Premium Economy und 212 in der Economy Class.
Nach Angaben von Lufthansa verbraucht der A350-1000 dank moderner Aerodynamik und Triebwerke sowie einem Verbundwerkstoffanteil von über 50 Prozent rund 25 Prozent weniger Treibstoff als Flugzeuge der Vorgängergeneration. Zudem sei die Maschine deutlich unterhalb der aktuellen ICAO-Kapitel-14-Lärmstandards zertifiziert.



