Der Lufthansa-Konzern setzt bei seinem weiteren Wachstum erst einmal stärker auf den Standort im Flughafen München. Beide Unternehmen haben jetzt angekündigt, ihr Joint Venture bis zum Jahr 2056 fortzuführen und in dessen Rahmen vor allem das Terminal 2 deutlich zu erweitern.
Platz für weitere zehn Millionen Passagiere

Konkret wird das Satellitengebäude durch einen rechtwinkelig nach Osten anschließenden Flugsteig, den „T-Stiel“, vergrößert. Dieser Bereich soll im Jahr 2035 eröffnet werden und die Abfertigungskapazität des Terminals um weitere zehn Millionen Passagiere pro Jahr steigern.
Damit schafften beide Unternehmen die strategischen Voraussetzungen für weiteres Verkehrswachstum am zweitgrößten deutschen Drehkreuz, heißt es in einer Mitteilung. Ein wesentlicher Faktor werde dabei der Ausbau der Langstreckenflotte in München sein.
Bereits seit den neunziger Jahren sind Lufthansa und der Münchner Flughafen Partner beim Auf- und Ausbau des Hubs, mit dem Start des Terminals 2 im Jahr 2003 starteten beide Unternehmen ihr Joint Venture. 2025 wurden den Angaben zufolge in dem Terminal insgesamt mehr als 32 Millionen Gäste betreut.
Entscheidung gegen Frankfurt
Das Nachsehen hat das größte Drehkreuz Frankfurt, denn Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte zuvor klargestellt, dass der Kranich-Konzern nur an einem seiner beiden deutschen Hubs eine größere Erweiterung plane. Dennoch will Lufthansa auch am Rhein-Main-Airport weiter investieren.
So soll in den nächsten Jahren der Interkontinentalverkehr im Terminal 1 weiter wachsen, zudem investiert Lufthansa Cargo über 600 Millionen Euro in ein neues Frachtabfertigungszentrum. Und mit der Eröffnung des südlich gelegenen Terminals 3 im April ergebe sich die Möglichkeit, den Flughafen im Norden langfristig zu stärken, heißt es weiter. Zum Beispiel wurde zusammen mit dem Airport das Projekt „Campus Nord“ gestartet, um den Hub-Betrieb rund um das Terminal 1 zu optimieren.


