USA-Airports: Warnung vor Schließungen und Sicherheitsrisiken

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Update 9.05 Uhr

Seit Wochen sorgt der aktuelle „Shutdown“ in den USA für erhebliche Probleme an den Flughäfen, da viele der seit über einem Monat unbezahlten Sicherheitsmitarbeiter der Transportbehörde TSA nicht mehr zur Arbeit gehen. Politiker und Experten warnen davor, dass sich die Situation noch verschärfen könnte, auch mit Blick auf die anstehende Frühjahrs-Reisesaison und die Fußball-WM.

In diesem Foto ist eine lange Warteschlange von Reisenden am Sicherheits-Checkpoint eines Flughafens in den USA zu sehen. Zahlreiche Menschen stehen dicht an dicht mit Gepäck und warten auf die Sicherheitskontrolle. Das Bild zeigt die typische Situation an Flughäfen in den USA mit langen Wartezeiten, vielen Passagieren und geschäftigem Treiben.
Lange Schlangen an US-Flughäfen sind nicht unüblich, kommen jetzt aber noch öfter vor. Foto: 400tmax/iStock

Kleinere Airports könnten schließen

So sprach US-Verkehrsminister Sean Duffy von möglichen „außerordentlichen Maßnahmen“ der Regierung, sollte der Stillstand in der kommenden Woche weitergehen. „Sie werden sehen, dass kleine Flughäfen schließen. Sie werden auch endlose Schlangen sehen“, so der Minister in einem Interview des Senders CNBC.

Auch TSA-Vertreter Adam Stahl hält es für möglich, dass wegen steigender Fehlzeiten von Mitarbeitern kleinere Flughäfen im Land vorübergehend komplett schließen müssen, da diese über weniger Kontrollspuren und Personal verfügen. „Wenn also drei oder vier von zehn Mitarbeitern krankgeschrieben sind, müssen wir möglicherweise den Betrieb an diesen Flughäfen vorübergehend einstellen, um sicherzustellen, dass die Sicherheit nicht beeinträchtigt wird“, sagte der dem Nachrichtenportal The Hill.

Der führende TSA-Gewerkschaftler George Borek warnte indes vor steigenden Sicherheitsrisiken an den US-Airports. Bereits über 400 Mitarbeiter hätten ihre Kündigung angekündigt und diese Zahl werde „exponentiell steigen“, je länger der teilweise Regierungsstillstand andauere. Diese Schwierigkeiten könnten sich noch verschärfen, da die verkehrsreichste Reisezeit des Jahres näher rückt und im Sommer wegen der WM ein starker Anstieg internationaler Fluggäste erwartet werde, heißt es in einem Bericht auf Fox Business.

Lange Schlangen an den Kontrollspuren

Seit Mitte Februar herrscht in den USA nun ein Teil-Shutdown, weil sich der Kongress bislang nicht über eine von den Demokraten geforderte Reform der Einwanderungsbehörden und die Wiederaufnahme der Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit (DHS) einigen konnte. Inzwischen fehlen landesweit über zehn Prozent der Sicherheitskontrolleure an amerikanischen Flughäfen, an einzelnen Standorten schossen die Ausfallquoten zuletzt auf über 50 Prozent hoch.

Die Folge: Lange Schlangen an Sicherheitskontrollen und erhebliche Wartezeiten für Passagiere. Daher haben die Chefs der größten US-Airlines den Kongress zum sofortigen Handeln aufgerufen. „Einmal mehr ist der Luftverkehr der politische Spielball inmitten eines weiteren Regierungsstillstands“, kritisieren die CEOs in einem gemeinsamen Schreiben.

Trump will ICE-Mitarbeiter einsetzen

Am Wochenende hat Präsident Donald Trump dann reagiert. Er kündigte an, ab Montag Einsatzkräfte der umstrittenen Einwanderungs- und Zollbehörde ICE an Flughäfen zu schicken. „Ich werde unsere brillanten und patriotischen ICE-Beamten an die Flughäfen verlegen, wo sie für Sicherheit sorgen werden, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat“, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social.