Lufthansa: Weiter Ärger mit Business-Class-Sitzen

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Eine Frau treibt entspannt auf dem Rücken im ruhigen Wasser, während im linken Bildbereich die Logos von Le Méridien, St. Regis und The Westin zu sehen sind.
Die Aufnahme zeigt das Interieur der Lufthansa Business Class mit geräumigen Sitzen, modernen Ablagen und einem eleganten Kabinendesign; ein Glas Champagner und ein Tablet unterstreichen das luxuriöse Ambiente. Die Sitzreihen bieten viel Platz und Privatsphäre in einer hellen, freundlichen Flugzeugkabine.
Business-Class-Sitze in der Allegris-Kabine von Lufthansa: Bei den Dreamlinern von Boeing sind diese größtenteils gesperrt. Foto: Lufthansa

Die Zulassung der Premium-Sitze für Lufthansas neue Allegris-Kabine in den Dreamliner-Flugzeugen von Boeing lässt weiter auf sich warten. Nun ist laut einem Handelsblatt-Bericht klar: Lufthansa Airlines wird wohl noch mehrere Monate mit Business-Class-Plätzen in den neuen Boeing-787-Jets unterwegs sein, die zum größten Teil gesperrt sind.

Verkauf startet erst im Mai

„Wir haben uns entschlossen, die Sitze erst einmal bis Ende April weiterhin zu sperren“, sagte Konzernchef Carsten Spohr laut der Zeitung bei einer internen Mitarbeiterveranstaltung und ergänzte: „Wir verkaufen im System erst ab Mai alle Business-Class-Sitze in der 787.“

Die Kernmarke des Lufthansa-Konzerns wartet seit Monaten auf die Zulassung eines großen Teils der Allegris-Premiumplätze in den Boeing-Langstreckenmaschinen. Im Airbus A350 sind diese Sitze bereits im Einsatz.

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Eine Übersicht verschiedener Hotelmarken-Logos auf dunkelblauem Hintergrund, angeordnet in einer Reihe unter der Überschrift ELEGANCE COLLECTION.

Beim Dreamliner hat hingegen hat die US-Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA vor allem die Befestigung eines großen Teils der Sitze noch nicht freigegeben. Deshalb kann Lufthansa momentan nur vier der insgesamt 28 Premium-Sitze vermarkten.

Spohr räumt Managementfehler ein

Lufthansa-Chef Carsten Spohr räumte laut dem Handelsblatt-Bericht auch Managementfehler ein. Die Pandemie sei eine extreme Situation gewesen, man habe radikal auf die Kostenbremse gedrückt. „Wir haben auch die Allegris-Entwicklung gestoppt. Das spüren wir bis heute“, erklärte der Konzernchef. Wäre die Entwicklung fortgesetzt worden, hätte es Probleme mit der Zertifizierung möglicherweise schon etwas früher gegeben.

Spohr verteidigte vor seinen Mitarbeitern auch die Entscheidung, selbst über viele Jahre einen komplexen Premium-Sitz zu entwickeln. Man könne intern genau sehen, welche Durchschnittserlöse ein vorgefertigter Business-Class-Sitz und was einer von Allegris bringe. „Da liegen bis zu zehn Prozent dazwischen“, so der Lufthansa-Boss.

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