Lufthansa will Direktvertrieb forcieren

Im Rahmen ihrer Restrukturierungsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise will die Lufthansa-Gruppe den Direktvertrieb noch einmal deutlich ausbauen. Der Anteil der über direkte Vertriebskanäle getätigten Buchungen soll von mehr als 50 Prozent im Jahr 2019 auf über 75 Prozent bis 2024 steigen, wie der Konzern ankündigt.

Damit forciert die Lufthansa nochmal ihre Vertriebsstrategie der vergangenen Jahre. Bereits seit Langem pusht der Kranich recht einseitig die direkten Verkaufskanäle, was auch Auswirkungen auf den Reisebüro-Vertrieb hat. So sind gefragte Basistarife nur noch über Direct-Connect-Zugänge und NDC-Schnittstellen buchbar, während Buchungen über GDS mit Zusatzgebühren belegt werden.

Die künftige Ausrichtung des Vertriebs ist Teil der mittelfristigen Konzernziele, die Lufthansa bekannt gegeben hat. Dazu gehören neben einem radikalen Sparprogramm, mit dem bis 2024 Kosten in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro gesenkt werden sollen, ein stärkerer Fokus auf den Tourismus, beschleunigte Digitalisierung und die Modernisierung der Konzernflotte. Außerdem hat die Lufthansa Group vier Banken beauftragt, um die Möglichkeiten einer Kapitalerhöhung auszuloten.

Newsletter

Newsletter - Touristik aktuell – Reportagen und Analysen für die Reisebranche

Bildergalerien

Schauinsland-Reisen Partner Jahrestagung im Athena Royal Beach Hotel auf Zypern, 11. bis 14. Dezember

Zukunftsthemen, Workshops, Networking: Rund 250 Touristiker waren zu der Jahrestagung von Schauinsland-Reisen Partner nach Zypern gereist. Impressionen von der spannenden Jahrestagung.

Meistgelesen

Qatar Airways streicht Deutschland-Flüge

Qatar Airways reduziert ihr Flugangebot nach Deutschland ab März 2026 deutlich. Insgesamt neun wöchentliche Verbindungen fallen weg, mit Einschnitten vor allem in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt. Hintergrund sind Kapazitätsanpassungen und Wartungsarbeiten am Flughafen Doha.

Reiseprofi startet Petition gegen Cashback-Modelle

Ein Reisebüro-Inhaber aus Bergedorf ruft Kollegen zur Unterstützung auf. Nach einer erfolgreichen Branchenpetition nimmt er nun ein weiteres Thema ins Visier – eines, das seiner Meinung nach viele Reisebüros zunehmend unter Druck setzt.

Schauinsland knackt Zwei-Millionen-Marke

Schauinsland-Reisen erreichte 2024/2025 erstmals über zwei Millionen Kunden und steigerte den Umsatz um 11,5 Prozent. Wachstumstreiber waren Thailand, die Malediven und weitere Zielgebiete. Neue Kundensegmente und Synergien entstehen durch die Integration von Explorer.

Bistro Portal: Reiseexpertin startet Petition

Die geplante Abschaltung der Funktion „Nur Hotel“ im Bistro Portal sorgt für großen Unmut in Reisebüros. Eine Münchner Reiseexpertin startete eine Petition, die bereits über 1.300 Unterstützer hat – viele fürchten deutliche Nachteile durch die neue Maske „Hotels & Mehr“.

Mietwagen: Starcar steht vor dem Aus

Der Autovermieter Starcar steht vor der Abwicklung, da bislang kein Investor gefunden wurde. Etwa 600 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Trotz Insolvenz läuft der Betrieb an den Standorten vorerst weiter, jedoch sind Einschränkungen ab Januar 2026 geplant.

Risk Map 2026: Wo Reisen besonders gefährlich ist

Safeture und Riskline haben ihre neue Risk Map 2026...
×