Spanien: Erste Streiks haben begonnen

Das Bild zeigt den Flughafen Teneriffa Süd mit einem Flugzeug der Fluggesellschaft Finnair auf dem Rollfeld, vor dem modernen Terminalgebäude und dem markanten Kontrollturm. Im Hintergrund sind die Berge der Kanareninsel Teneriffa zu sehen.
Flughafen von Teneriffa: Auch die Kanaren sind von Streiks betroffen. Foto: carstenbrandt/iStock

Am Wochenende konnten sie noch kurzfristig abgewendet werden, jetzt haben laut Medienberichten erste Streiks an spanischen Flughäfen begonnen. So berichtet die Stuttgarter Zeitung, dass Beschäftigte des Bodenabfertigers Groundforce am Montag in unbefristete Teilstreiks in verschiedenen Schichten eingetreten sind. Auch das auf den Kanaren ansässige Portal Radio Europa meldet, die Gewerkschaften CCOO, UGT und USO hätten den am 30. März beginnenden Ausstand bestätigt.

Laut Stuttgarter Zeitung wird an einem Dutzend spanischen Airports gestreikt, unter anderem auf Mallorca, mehreren Kanareninseln sowie in Städtezielen wie Madrid, Barcelona und Valencia. Nach Angaben des spanischen Verkehrsministeriums könnten während der Streiktage, die immer montags, mittwochs und freitags stattfinden sollen, mehr als eine Million Passagiere betroffen sein. Gleichzeitig seien umfangreiche Mindestdienste festgelegt worden, um zentrale Verbindungen aufrechtzuerhalten.

Eurowings nicht betroffen

Die Lufthansa-Tochter Eurowings mit ihrem umfangreichen Mallorca-Programm soll laut Bericht aber nicht vom Streik betroffen sein, da sie auf der Urlaubsinsel nach eigenen Angaben über ein Ground Handling in Eigenregie verfügt. Und auf dem spanischen Festland arbeite man weder mit Groundforce noch mit dem ebenfalls streikbedrohten Dienstleister Menzies zusammen. Allerdings ist immer noch unklar, ob Eurowings-Piloten im Tarifkonflikt um die betriebliche Altersversorgung kurzfristig die Arbeit niederlegen könnten.

Angespannt bleibt die Lage an Spaniens Flughäfen ausgerechnet in der verkehrsreichen Osterwoche auch deshalb, weil die Gewerkschaften ebenfalls Streiks beim Abfertigungsdienstleister Menzies angekündigt haben. Nach bisherigem Stand sind ganztägige Ausstände vom 2. bis 6. April geplant.