Turkish Airlines: Im Duo mit Ajet ab Deutschland

Die Hub-Airline Turkish Airlines (TK) und ihre Tochter Ajet (VF) wollen in Deutschland ihre Zwei-Marken-Strategie weiter ausbauen. „Wir sehen, dass die Zahlen für alle unsere Destinationen in Deutschland über den Ergebnissen von 2025 und auch über unseren Prognosen für 2026 liegen“, berichtet Harun Bastürk, Senior Vice President Sales bei Turkish Airlines und Board Member bei Turkish Technology.

Besonders die Direktverbindungen in die türkischen Urlaubsregionen seien „oft schon Monate im Voraus ausgebucht“. Dies zeige klar: „Unsere Zwei-Marken-Strategie geht in Deutschland hervorragend auf.“ Sie werde deshalb weiter verfeinert und ausgebaut.

Ein Turkish-Airlines-Flugzeug vom Typ Dreamliner rollt oder steht auf dem Vorfeld vor dem markanten Kontrollturm des Flughafens; im Hintergrund hebt ein weiteres Flugzeug ab.
Turkish Airlines am Flughafen Istanbul: Vernetzt mit elf deutschen Airports. Foto: Turkish Airlines

Iran-Krieg sorgt für mehr Asien-Nachfrage

Zu beachten ist bei den Aussagen: Das Gespräch mit dem TK-Manager führte touristik aktuell Mitte März. Seitdem hat sich einerseits die Buchungslage für die türkischen Urlaubsgebiete verschlechtert, gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Umsteigeverbindungen über Istanbul an. Denn der Ausfall der Drehkreuze in den Golfstaaten spielt der Hauptmarke Turkish Airlines massiv Geschäft zu, speziell in Richtung Asien, aber auch nach Südafrika.

Porträt eines Mannes im Anzug und mit Krawatte vor unscharfem Innenraum-Hintergrund.
Harun Bastürk, Senior Vice President Sales. Foto: Turkish Airlines

Dies dürfte die Zahl der Umsteiger in Istanbul, die 2025 bei etwa 55 Prozent lag, weiter steigern. Dennoch setzt Harun Bastürk auch weiter auf die Türkei als Ziel. So entdecke „ein wachsender Teil der Passagiere Istanbul als attraktiven Zwischenstopp oder als Ziel für eine Städtereise“.

Istanbul auch als „Tor zu Türkiye“

Der restliche Teil wiederum nutze das Inlandsnetzwerk der Airline, um andere Ziele in der Türkei zu erkunden. „Für uns ist das eine ideale Mischung, denn sie verbindet Istanbuls Stärke sowohl als globales Drehkreuz für die Fernreise als auch als Tor zu Türkiye“, betont Harun Bastürk. Egal was der Kunde wählt, die Anbindung aus Deutschland ist perfekt: Turkish Airlines fliegt ab elf Flughäfen im gesamten Bundesgebiet nach Istanbul.

Keine TK-Flüge ab Deutschland nach Antalya

Pläne, die früheren TK-Flüge zwischen Frankfurt und Antalya wieder aufzunehmen gibt es unterdessen nicht. Hierfür setze man auf die Günstigflug-Marke Ajet, so Bastürk. Als spezialisierter Anbieter sei sie für diese Strecke „sehr gut wettbewerbsfähig“ – auch angesichts der zwischen Frankfurt und Antalya herrschenden Überkapazitäten.

Was der Manager über die Buchungstechnik, die Zusammenarbeit mit Reisebüros und die weitere Strategie der Airline im deutschen Markt sagt, lesen Sie im großen Interview in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (ta 6/2026). Sie kann auch als E-Paper gelesen werden.