Ägypten: Neues GEM in Kairo als Publikumsmagnet

Geschäftstreffen mit zwei Männern in Anzügen an einem Konferenztisch im Xanadu Makadi Bay Resort, Getränke und Gläser auf dem Tisch.
Ägyptens Tourismusminister Sherif Fatih (rechts) mit RTK-Chef Hauke Moll am vergangenen Freitag im Xanadu Makadi Resort. Foto: mg

Der Ansturm auf das neue Grand Egyptian Museum (GEM) in Kairo ist gewaltig – und größer, als das Museum verkraften kann. „Wir lassen zurzeit 15.000 Menschen pro Tag in das Museum, mehr geht nicht“, sagte Tourismusminister Sherif Fatih während eines Pressegesprächs im Rahmen der RTK-Dialogtage am Wochenende in Hurghada.

Das große Interesse sowohl internationaler Besucher als auch von Ägyptern selbst überrascht Sherif Fatih nicht – wohl aber die Dauer der Besuche. Die liege aktuell bei drei bis vier Stunden. „Damit hatten wir nicht gerechnet. Und das erfordert, dass wir das richtig managen“, so der Minister. Ziel sei, dass die Besucher das Museum wirklich genießen könnten und nicht in vollgestopften Hallen stünden.

Volle Hotels, neue Projekte

Auch das Tourismusgeschäft insgesamt läuft Sherif Fatih zufolge hervorragend. Hurghada sei an den Hochsaison-Terminen im Winter quasi ausgebucht, das gleiche gelte für Sharm el Sheikh. Aus diesem Grund gehe es darum, die Investitionen in die Infrastruktur sowie den Hotelneubau massiv voranzutreiben, verwies der Minister unter anderem auf große Projekte an der Mittelmeerküste sowie südlich von Marsa Alam, in Berenice und Hurghada am Roten Meer.

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Für den deutschen Markt hofft er nach wie vor, im Kalenderjahr 2025 die Zahl von 1,75 Millionen Einreisen zu knacken. „Wir sind schon bei 1,72 Millionen, es sieht gut aus“, zeigte sich Sherif Fatih während des Gesprächs im Xanadu Makadi Resort optimistisch. Vor allem das Comeback von Sharm el Sheikh mit Direktfügen ab Deutschland (TUI Fly und Corendon) sowie die starke Nachfrage nach Nil-Kreuzfahrten würden das Geschäft massiv beflügeln.

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