Weltweit gibt es fünf Nashornarten. Alle stehen auf der Roten Liste der Internationalen Union für Naturschutz. Auch die in den Ländern Afrikas vorkommenden Breit- und Spitzmaulnashörner sind gefährdet. In Schutzgebieten werden sie gehegt und gepflegt und können dabei beobachtet werden. Wo Reisende die besten Chancen haben, die faszinierenden Tiere zu sehen, zeigt ein kleiner Überblick.
Ol Pejeta Conservancy – Kenia
Im Zuge der Dertour-Reise „Die große Kenia Safari“ wird das Naturschutzgebiet Ol Pejeta Conservancy besucht. Dort leben rund 200 Spitzmaul- und Breitmaulnashörner. Im 360 Quadratkilometer großen Schutzgebiet selbst gibt es neben den Big Five zudem das Sweetwaters Chimpanzee Sanctuary, einen Zufluchtsort für verwaiste und misshandelte Schimpansen.
Ziwa Rhino Sanctuary – Uganda
Die Gebeco-Reise „Uganda – Im Land der Berggorillas“ führt auch in das Ziwa-Nashorn-Schutzgebiet. „Während des Bürgerkrieges wurden die Nashörner in Uganda vollständig ausgerottet“, sagt Produkt-Managerin Tanja Pulter. „Im Rahmen eines Projektes des Rhino Funds werden die Tiere gezüchtet und gepflegt, bevor sie später wieder ausgewildert werden.“ Das Schutzgebiet ist ihr zufolge die einzige Heimat von wild lebenden Breitmaulnashörnern in Uganda.
Mkomazi-Nationalpark – Tansania
Im Mkomazi-Nationalpark zwischen Pare- und den Usambarabergen an der Grenze zu Kenia finden seit den 1990er-Jahren Nashörner und Wildhunde Schutz. Gäste von Akwaba Afrika steuern diesen Park im Zuge von Selbstfahrerreisen an. Laut Geschäftsführer David Heidler gibt es dort ein Nashorn Sanctuary, das man auch während einer geführten Safari besuchen kann.
Lewa Wildlife Conservancy – Kenia
Das Lewa Schutzgebiet ist laut Abendsonne Afrika „ein echter Geheimtipp für Afrika-Begeisterte“. Insbesondere die bedrohten Spitzmaulnashörner seien dort in großer Anzahl vertreten, aber auch Breitmaulnashörner sowie der größte Bestand der vom Aussterben bedrohten Grevyzebras. Besucht wird das Gebiet bei der achttägigen „Deluxe Flugsafari Kenia – Out of Africa“.

Hluhluwe-iMfolozi – Südafrika
Der 96.000 Hektar große Hluhluwe-iMfolozi Park ist eines der ältesten Wildschutzgebiete Afrikas. Um das vom Aussterben bedrohte Breitmaulnashorn zu retten, startete man Anfang der 1960er-Jahre die „Operation Rhino“. Man fing Tiere und schickte sie an Reservate und Zoos. Unter anderem Veranstalter Taruk führt die Gäste im Zuge folgender Rundreisen in dieses Schutzgebiet: „Königsprotee“, „Marula“, „Königreiche“ und „Big Five“.
Ohorongo Game Reserve – Namibia
Nachhaltige Landnutzung und der Artenschutz, insbesondere Nashorn-Projekte, stehen im Fokus. Besucht wird das Ohorongo Game Reserve unter anderem bei der Taruk-Rundreise „Moringa“. Die Tour „Köcherbaum“ führt in das Otjiwa Wildschutzgebiet, eine der ältesten Wildtierfarmen Namibias. Auch dort können Nashörner beobachtet werden.
Khama Rhino Sanctuary – Botswana
Das Khama Rhino Sanctuary in der Kalahari bietet seit 1992 Breit- und Spitzmaulnashörnern Schutz. Es liegt in der Nähe des Dorfs Serowe. Ins Schutzgebiet führen unter anderem die Diamir-Reisen „Nashornspuren, Flusspferdtümpel und Elefantenpfade“, „Auf Pirsch in der Savanne und im Einbaum durchs Delta“ sowie die Taruk-Touren „Ruf der Wildnis“ und „Leopard“.


