Die Karibikinsel Barbuda baut die touristische Infrastruktur aus: Ein internationaler Flughafen seit 2024, Hotels mit geringer Baudichte und lokale Wertschöpfung sollen die Karibikinsel als Destination stärken – bei gleichzeitigem Schutz der Naturräume.

Die Karibikinsel Barbuda verzeichnet nach dem Ausbau ihrer Infrastruktur ein wachsendes touristisches Angebot. Seit Herbst 2024 verfügt die Insel mit dem Burton-Nibbs International Airport über einen Flughafen, der größere Flugzeuge und Nachtlandungen ermöglicht. 2025 wurden nach Angaben der Destination mehr als 200 internationale Flüge registriert, für dieses Jahr werden sogar nochmals über 50 Prozent erwartet, über 300.
Parallel zur verbesserten Erreichbarkeit entstehen neue Hotelprojekte. Das Nobu Beach Inn soll Ende dieses Jahres fertiggestellt werden. Auf 1,6 Quadratkilometern Fläche an 3,2 Kilometern Küste sind 17 Villen und 25 Residenzen vorgesehen. Zur Planung gehören eine Farm und Baumschule sowie Systeme für erneuerbare Energien. Der Küstenabschnitt am Princess Diana Beach dient zudem Meeresschildkröten als Nistgebiet und wird entsprechend in das Konzept einbezogen. Die Luxuskette Rosewood plant für 2028 ein Resort mit 50 Suiten und Residenzen, ebenfalls bei geringer Baudichte. Zum Konzept gehören eine Bio-Farm und Mitarbeiterunterkünfte, der öffentliche Strandzugang soll erhalten bleiben.
Bestehendes Angebot setzt auf kleine Einheiten
Beide Neubauprojekte ergänzen ein Übernachtungsangebot, das bereits von kleinen Häusern geprägt ist. So verfügt das Barbuda Belle nur über acht Zimmer.
Am Barbuda Ocean Club, einem seit 2020 schrittweise entwickelten Resort- und Wohnprojekt an der Westküste, lässt sich die lokale Wirkung der Investitionen nach Behördenangaben bereits beziffern. Für dieses Jahr rechnen die Behörden mit 800 Arbeitsplätzen, von denen mehr als 80 Prozent auf Barbudaner entfallen sollen. Auch die zu entrichtenden Steuern der Hotels steigen beständig. Ein Teil wird für Umweltmaßnahmen verwendet: Rund zwölf Hektar Feuchtgebiete und Mangroven werden geschützt, Schildkröten- und Vogelbestände überwacht. Ein künstliches Riffsystem soll erweitert und eine Recyclinganlage errichtet werden.
Barbuda ist auch gut über die Nachbarinsel Antigua zu erreichen. Diese wird im Winterhalbjahr wieder dienstags von Condor angesteuert.



