Die Royal Caribbean Group und die jamaikanische Kette Sandals Resorts gründen ein Joint-Venture im All-inclusive-Segment. Der Kreuzfahrtkonzern investiert rund drei Milliarden US-Dollar und will damit seine Urlaubsplattform um Resorts in der Karibik erweitern.

Die Royal Caribbean Group und Sandals Resorts haben eine weitreichende Partnerschaft vereinbart. Der Kreuzfahrtkonzern beteiligt sich im Rahmen eines Joint-Ventures an der jamaikanischen All-inclusive-Gruppe und investiert rund drei Milliarden US-Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet, vorbehaltlich üblicher Genehmigungen.
Das Joint-Venture verbindet die Kreuzfahrtmarken Royal Caribbean, Celebrity Cruises und Silversea mit dem Hotelportfolio von Sandals und Beaches Resorts in der Karibik. Beide Unternehmen wollen gemeinsam den Vertrieb ausbauen, die Gästebindung vertiefen und mittelfristig kombinierte Angebote aus Kreuzfahrten und Hotelaufenthalten anbieten.
Schnelleres Wachstum geplant
Adam Stewart, Executive Chairman von Sandals und Beaches Resorts, erklärte: „Diese Partnerschaft gibt uns die Möglichkeit, schneller zu wachsen – mit einem Partner, der unsere Werte teilt: herausragende Gastfreundschaft, langfristige Investitionen und die Kraft beständiger Marken.“ Mittelfristig werde geprüft, ob in der Nähe der Ein- und Ausschiffungshäfen von Royal Caribbean Resorts der Paarmarke Sandals oder des Familienkonzepts Beaches entstehen könnten.
Für Kunden und Reisebüros ändert sich nichts, versichert Dominik Riber, Managing Director Europe bei Sandals, mit Blick auf das 50:50 Joint-Venture, das erst noch offiziell abgesegnet werden muss.
Drei weitere Resorts öffnen jetzt auf Jamaika
An den bestehenden Renovierungs- und Expansionsplänen wird zudem festgehalten: Am 18. November eröffnet Sandals South Coast im Süden Jamaikas wieder, einen Monat später folgen die Resorts Sandals Caribbean Cay (ehemals Royal Caribbean) und Sandals Montego Bay an der Nordküste. Sandals hatte 200 Millionen US-Dollar in eine Aufwertung der drei Resorts investiert, die durch den Hurrikan beschädigt wurden. Die fünf anderen jamaikanischen Resorts – Sandals Royal Plantation, Sandals Ochi, Sandals Dunn’s River, Sandals Negril und Beaches Negril – empfangen bereits seit Langem wieder Urlauber.
Für 2027 ist eine Wiedereröffnung auf den Bahamas geplant. Das ehemalige Sandals Emerald Bay in der Nähe der schwimmenden Schweine wird in ein Beaches-Resort umgewandelt.
Das Joint-Venture wird von einem gemeinsamen Board unter der Leitung von Stewart und Liberty geführt. Adam Stewart behält als Executive Chairman eine strategische Führungsrolle bei Sandals und Beaches Resorts. Die Finanzierung der Beteiligung hat die Royal Caribbean Group über eine von Morgan Stanley zugesagte Fremdfinanzierung gesichert.



