Brand USA sucht 250 Reisebotschafter

Brand USA baut sein Ambassador-Programm für den Reisevertrieb weltweit aus und nimmt dabei erstmals auch den deutschsprachigen Markt in den Blick. Ziel der US-Tourismusorganisation ist es, bis zum 4. Juli 2026 insgesamt 250 Reisebotschafter zu ernennen – passend zum 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten.

Bewerben können sich Reiseberater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz seit dem 13. April. Gefragt sind schriftliche Beiträge oder Videos, in denen die Kandidaten ihre Begeisterung für die USA und ihren Beitrag für die Branche darstellen. Die Idee dahinter: erfahrene Verkäufer sollen nicht nur Reisen buchen, sondern ihr Wissen als Multiplikatoren in die eigenen Netzwerke tragen.

Reiseberater als Schlüssel zum US-Geschäft

Brand USA setzt dabei bewusst auf den Vertrieb als Hebel im internationalen Markt. „Reiseberater sind einer der stärksten Treiber für den internationalen Tourismus, ihr Einfluss reicht weit über einzelne Buchungen hinaus“, sagt Malcolm Smith, Senior Vice President Global Markets bei Brand USA. Das Programm soll nach Unternehmensangaben Fachwissen über US-Destinationen vertiefen, Mentoring fördern und neue USA-Spezialisten in der Branche sichtbar machen.

Erprobt wurde das Modell bereits 2025 in Australien und Neuseeland. Dort bildeten zwölf Reiseberater die erste Gruppe von Botschaftern. Nach Darstellung von Brand USA war die Resonanz so positiv, dass nun der globale Roll-out folgt. Im Kern bleibt der Ansatz derselbe: Berater sollen andere Berater schulen, Erfahrungen weitergeben und so das Wissen über die USA im Markt verbreiten.

Weiterbildung trotz Finanzdruck

Für die Teilnehmer sind unter anderem Schulungen, Kontakte zu Trade-Managern und Entscheidern, Einladungen zu Branchenveranstaltungen sowie mögliche Studienreisen vorgesehen. Dass Brand USA dieses Programm gerade jetzt ausweitet, ist auch vor dem finanziellen Hintergrund bemerkenswert: Die Organisation ist zwar bis 2027 gesetzlich abgesichert, musste aber im vergangenen Juli einen herben Einschnitt hinnehmen, als der Kongress die staatlichen Matching Funds von 100 auf 20 Millionen US-Dollar kürzte.

Brand-USA-Chef Fred Dixon sprach damals von einer notwendigen „deutlichen Neukalibrierung“ der Ressourcen und Programme. Parallel gibt es in Washington Bestrebungen, die Finanzierung wieder zu stärken. Umso stärker rückt nun der Reisevertrieb als vergleichsweise direkter und wirkungsvoller Kanal in den Fokus.