Florida: Kommt die Trendwende?

Die Nachfragesituation bei USA-Reisen ist nach wie vor schwierig, das schlägt sich auch auf das beliebte Zielgebiet Florida nieder. Dennoch gibt es einige Faktoren, die sich für den „Sunshine State“ in der kommenden Saison günstig auswirken könnten.

Ein sonniger Strand in Florida mit feinem, weißem Sand, türkisfarbenem Meer und einem blauen Rettungsturm, der mit amerikanischer Flagge und Sonnenschirm ausgestattet ist.
Wird der sonnige US-Staat Florida in diesem Jahr besser abschneiden als der Rest der USA? Foto: Dmitry Vinogradov/iStock

Momentan läuft es aber bei vielen Reiseveranstaltern noch immer mau, wofür immer vernehmlicher politische Ursachen verantwortlich gemacht werden. „Wir gehen für die USA mittlerweile von einer deutlich politisch beeinflussten Nachfragesituation aus“, erklärt Jan Frankenberg, Fernreisechef von Dertour. Entsprechend liege das auslaufende Wintergeschäft bei dem Veranstalter deutlich unter dem Vorjahresniveau.

„Etwas besser als der Gesamtmarkt“

Dennoch behauptet sich der südliche Bundesstaat, für den Deutschland der zweitwichtigste Quellmarkt in Übersee ist, vergleichsweise stabil. Beim Spezialisten CRD Touristik etwa lag Florida laut Vize-Geschäftsführerin Pia Hambrock auch 2025 „in totalen Zahlen weit vorne“. Und beim Konkurrenten Canusa entwickelten sich die Buchungen nach Angaben von Geschäftsführer Tilo Krause-Dünow „etwas besser als der Gesamtmarkt“, was er unter anderem auf zusätzliche Kapazitäten zurückführt, da nun Kanadier weniger nach Florida reisten.

Dieser Effekt könnte sich auch in der Saison 2026 positiv auswirken. Florida sei „eine der wenigen Regionen“, die nicht stark von Kapazitätsengpässen und Preissteigerungen im Umfeld der Fußball-WM betroffen seien, ergänzt Annica Grosche von America Unlimited mit Blick auf den einzigen Spielort in Miami.

Nur „punktuelle“ Preissenkungen

Größere Preisimpulse sind dennoch nicht zu erwarten. Zwar gebe es bei freien Kapazitäten Anpassungen, diese erfolgten jedoch „eher punktuell als großflächig“, heißt es von TUI. Unterstützend wirken aus Sicht des Anbieters Canusa eine von Hurrikans verschonte Saison, zahlreiche renovierte und neue Hotels sowie neue Attraktionen. Belastend bleiben hingegen politische Entscheidungen wie die deutlich erhöhten Gebühren für Nationalparks.

Den ausführlichen Florida-Bericht lesen Sie in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 03/2026), die auch als E-Paper erschienen ist.