
Die jüngsten Rekordzahlen der deutschen Rund- und Studienreiseanbieter könnten nur der Auftakt gewesen sein: Nach der Einigung im Atomstreit und dem Wegfall der Sanktionen rechnet der Iran mit einem anhaltenden Boom im Tourismus.
Nach den knapp fünf Millionen Touristen im vergangenen Jahr sei es durchaus denkbar, im Jahr 2025 bis zu 20 Millionen Gäste zu begrüßen, sagte jetzt Ali Bagher Nemati Zorgoran, Chef der iranischen Tourismusbehörde, im Gespräch mit touristik aktuell.
Dafür müsse sein Land jedoch schnellstmöglich in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Die Häfen am Kaspischen Meer und am Persischen Golf müssten ausgebaut werden, „auch im Flugverkehr und im Hotelsektor müssen wir einiges in Angriff nehmen“, so Zorgoran. Derzeit stünden im gesamten Land lediglich rund 220.000 Gästebetten zur Verfügung.
Im Blick hat die Tourismusbehörde beispielsweise den Bau von Eco-Lodges und die touristische Erschließung der ländlichen Gebiete. „Die Iraner sind sehr gastfreundlich, Iran hat eine der ältesten Zivilisationen sowie viele historische Denkmäler und kulturelle Sehenswürdigkeiten“, rührt Zorgoran die Werbetrommel.



