ITB: „Durchweg positive Resonanz“ zum neuen Konzept

ITB-Chef David Ruetz zeigt sich optimistisch, dass die ITB im Hinblick auf die Besucherzahlen bald zu alten Zeiten zurückkehren wird. Foto: ITB Berlin
ITB-Chef David Ruetz zeigt sich optimistisch, dass die ITB im Hinblick auf die Besucherzahlen bald zu alten Zeiten zurückkehren wird. Foto: ITB Berlin

Die Resonanz auf die Entscheidung der ITB Berlin, künftig auf Endkundentage zu verzichten, ist laut ITB-Chef David Ruetz durchwegs positiv. „Wir hatten uns breit abgestimmt, unter anderem mit den Mitgliedern des Corps Touristique“, sagt er und verweist auf die E-Mail eines Ausstellers, der ihn sarkastisch gefragt habe, was denn nun der Berliner Kugelschreibersammler machen werde. „Diese Frage bringt die Sache auf den Punkt. Schon vor Corona haben wir beobachtet, dass die Qualität der Endkunden immer weiter abgenommen hat.“

Anfang Juni hatte ITB Berlin die Neuerungen verkündet. Die Messe wird im kommenden Jahr von Dienstag bis Donnerstag, vom 7. bis 9. März, analog stattfinden. Parallel dazu wird es den ITB Berlin Kongress geben, live auf dem Messegelände. Ausgewählte Sessions sollen jedoch gestreamt werden, damit Besucher, die nicht zur ITB kommen können oder früher abreisen müssen, alle für sie wichtigen Informationen erhalten, erläutert Ruetz. „Wir haben während der Pandemie gelernt, sehr professionell Kongress-TV zu machen. Dieses Format wollen wir auch künftig anbieten.“

Doch auch für die Nicht-Fachbesucher wird es weiterhin ein Angebot geben. Ruetz verweist auf die Verlagerung der Endkundenveranstaltung, des Berlin Travel Festivals, in den November. Dieses wird künftig Teil der Messe Boot & Fun Berlin. „Das ist für alle eine Win-Win-Situation.“

In diesem Jahr haben 60.700 Interessierte an der ITB Berlin teilgenommen, etwa die Hälfte der Besucher, die vor der Pandemie die Reisemesse besuchten. Ruetz zeigt sich optimistisch, dass man im Hinblick auf die Besucherzahlen, sehr bald zu alten Zeiten zurückkehren werde. „Wir haben jetzt erst auf den VIR-Tagen gesehen, wie groß der Gesprächsbedarf war. Für die Leute ist es wichtig, sich wieder zu treffen. Die Nachfrage ist da.“

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