Jamaika: Veranstalter sagen bis mindestens 16. November ab

Luxuriöses Strandresort auf Jamaika, mit weißen Sandstränden, türkisblauem Meer, Palmen und Booten
Das Riu Ocho Rios bei Ocho Rios an der Nordküste Jamaikas ist bereits geöffnet. Foto: Riu

Die deutschen Veranstalter haben nun neue Termine veröffentlicht, bis wann Urlauber geplante Jamaika-Reisen wegen der Zerstörungen durch Hurrikan Melissa absagen können. Bei TUI ist bis zum 16. November eine gebührenfreie Stornierung möglich, bis 23. November kann zudem kostenfrei umgebucht werden. Für spätere Reisen wird dann wieder neu entschieden, heißt es von einem TUI-Sprecher.

Dertour und Alltours bieten ihren Gästen bis zum 30. November kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. Alltours teilt mit, dass man bis zum Monatsende auch keine Neubuchungen für Jamaika annehmen werde.

Schauinsland-Reisen erklärt auf Anfrage von touristik aktuell, dass man sich gegenüber den Gästen bezüglich Stornierungen und Umbuchungen kulant zeige und vor allem bei abreisenahen Buchungen flexible Möglichkeiten anbiete. Diese könnten je nach Buchung und Reisezeitraum variieren.

Die Fluggesellschaft Condor hat die Flüge von Frankfurt bis Montego Bay bis einschließlich 11. November annulliert und informiert die betroffenen Gäste. Die Airline teilt mit, dass man die Entwicklungen genau beobachte, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen. Man plane zum jetzigen Zeitpunkt jedoch die zweimal pro Woche stattfindenden Flüge baldmöglichst wieder wie gewohnt aufzunehmen.

Hotel-Updates gebündelt auf Website

Darüber hinaus gibt es auf der Website des Jamaica Tourist Board (JTB) eine Travel Alert Page. Auf dieser finden sich gebündelt die aktuellen Hotel- Verfügbarkeiten geordnet nach Regionen sowie die Wiedereröffnungen von Resorts und den wichtigsten Attraktionen. Auch ein Chat ist möglich.

Unter dem Link sind Möglichkeiten für Volunteers gelistet. Das JTB teilt darüber hinaus noch eine Liste mit den am dringendsten benötigten Gütern. Dazu zählen unter anderem Hilfspakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln für Babys und Erwachsene, Decken und Bettwäsche, Reinigungsmittel und Taschenlampen.

Die Hotelgesellschaften und die jamaikanische Regierung arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der touristischen Infrastruktur. Das Auswärtige Amt rät derzeit von nicht notwendigen Reisen ab.

Mein Schiff 1 ist umgeroutet

TUI Cruises ist derzeit mit der Mein Schiff 1 in der Region unterwegs und konnte die geplanten Anlaug auf Jamaika nicht wie geplant realisieren. Einzelne Anläufe anderer Schiffe hätten zwar unter technischen Voraussetzungen stattgefunden, jedoch seien ein regulärer Gäste-Betrieb und die Landausflüge momentan nur sehr eingeschränkt möglich, heißt es von TUI Cruises. 

Um dennoch eine sichere Ab- und Weiterreise zu gewährleisten, hat TUI Cruises den Routenverlauf kurzfristig angepasst. Für Gäste an Bord endet die Tour daher nicht in Montego Bay, sondern in La Romana der Dominikanischen Republik. Vom 8. bis 10. November 2025 läuft die derzeitige Kreuzfahrt die Ziele Isla Catalina und Samana in der Dominikanischen Republik an. Auch für anreisende Gäste startet die Kreuzfahrt nicht in Montego Bay auf Jamaika, sondern in der Dominikanischen Republik. Am 10. November geht es von La Romana nach zwei Seetagen an die Costa Maya, ab dem 14. November soll der planmäßige Routenverlauf.

Für künftige Reisen bewertet TUI Cruises die Lage, die von vielen Faktoren abhängt, kontinuierlich neu. „Wir informieren unsere Gäste umgehend, sollte sich eine Änderung für ihre gebuchte Reise ergeben“, verspricht TUI Cruises. 

Appell der AG Karibik

Trotz allem bitten  – wie berichtet – Touristiker wie Karin Luize de Carvalho, stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Karibik, Reisende, ihren Jamaika-Urlaub nicht zu stornieren: „Viele unserer Partner haben durch den Hurrikan Melissa alles verloren. Wichtig ist es jetzt, den Wiederaufbau zu unterstützen und weiterhin Reisen in die Karibik zu planen. Bitte stornieren Sie nicht, sondern buchen Sie – denn der Tourismus ist eine der wichtigsten wirtschaftlichen Lebensadern der Region“, so ihr Appell.

Die Arbeitsgemeinschaft Karibik, die TUI Care Foundation und der Jamaika-Spezialist Jamaikatour bitten um Spenden. Einen Aufruf finden Sie hier.

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