Kroatien verschiebt digitale Autobahnmaut auf 2027

Zahlreiche Pkw und Transporter fahren auf einer mehrspurigen Autobahn auf eine Mautstelle zu, über der eine digitale Anzeigetafel zur Geschwindigkeitsanpassung.
Kroatiens Autobahnmaut wird erst ab März 2027 digital – bis dahin bleiben die klassischen Mautstationen in Betrieb. Foto: IMAGO / Pixsell

Kroatiens geplante Umstellung auf ein schrankenloses Mautsystem verzögert sich. Statt im Herbst 2026 soll die digitale Free-Flow-Maut erst ab März 2027 landesweit starten. Für Reisende ändert sich vorerst nichts – doch die Vorbereitung auf die neuen Regeln lohnt sich bereits jetzt.

Die Einführung der digitalen Autobahnmaut in Kroatien verschiebt sich. Statt wie ursprünglich geplant im Herbst 2026 soll das neue schrankenlose System erst ab dem 1. März 2027 landesweit in Betrieb gehen. Darauf weist das Mobility-Tech-Unternehmen Maut 1 hin. Für Reisende bedeutet das zunächst Entwarnung: Die bisherigen Mautstationen, Schranken und Zahlungsmöglichkeiten bleiben vorerst unverändert bestehen, eine kurzfristige Registrierung bei einem digitalen Anbieter ist nicht erforderlich.

Wie touristik aktuell bereits berichtet hatte, plant Kroatien die Abschaffung seiner klassischen Mautstationen zugunsten einer automatischen Erfassung während der Fahrt. Nach der Umstellung soll die Mautabrechnung entweder über eine elektronische Mautbox oder über eine automatische Kennzeichenerfassung mit vorheriger Online-Registrierung und hinterlegter Zahlungsart erfolgen. Barzahlung oder Kartenzahlung an der Station entfallen dann vollständig.

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Mautbox-Pflicht für schwere Fahrzeuge

Besonders relevant ist die Neuregelung für Besitzer größerer Reisemobile. Während Wohnmobile bis 3,5 Tonnen voraussichtlich weiterhin zwischen verschiedenen Zahlungsoptionen wählen können, soll für schwerere Fahrzeuge die Nutzung einer elektronischen Mautbox verpflichtend werden – ähnlich wie in Österreich. Wer mit einem großen Reisemobil oder Gespann nach Kroatien reist, sollte sich daher frühzeitig mit den technischen Anforderungen vertraut machen.

Kroatien folgt mit der Umstellung einem europaweiten Trend hin zu schrankenlosen Mautsystemen. Auch Frankreich, Portugal und Italien arbeiten bereits mit digitalen Lösungen in Teilbereichen. Für Autofahrer bedeutet das weniger Stopps an Mautstellen, gleichzeitig steigt jedoch die Bedeutung einer gründlichen Reisevorbereitung: Versäumte Zahlungen oder fehlende Registrierungen können zu empfindlichen Bußgeldern führen.