Die heißen Sommer verschieben offenbar die Reisepläne vieler Deutscher. In einer Umfrage der Reise-App Polarsteps unter Menschen mit einer geplanter Auslandsreise gab knapp ein Drittel an, in diesem Sommer gezielt ein Land mit kühlerem Klima anzusteuern.
Besonders stark ist dieser Trend bei Jüngeren. Der Erhebung zufolge reist die Generation Z 2,5-mal häufiger in kühlere Klimazonen als die Babyboomer, auch Millennials zieht es deutlich öfter in den Norden. Als wichtigste Gründe nennen die Befragten Landschaft und Kultur, fast ebenso häufig aber auch angenehmere Temperaturen. Auch weniger überlaufene Destinationen spielen eine Rolle.

Warme Ziele bleiben vorn
Dass Italien und Frankreich die Liste der geplanten Sommerreisen weiter anführen, zeigt allerdings auch: Der klassische Urlaub im Warmen bleibt für viele die erste Wahl. Aber gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Alternativen abseits der großen Hitze. So belegen skandinavische Länder bereits die übrigen Plätze unter den fünf beliebtesten Sommerzielen.
Im veröffentlichten Heat Escape Index liegt Island an der Spitze, gefolgt von Finnland, Norwegen und Schweden. Der Vergleich beruht dabei nicht nur auf Temperaturen, sondern bezieht auch Nacht- und Wassertemperaturen, Waldanteil, Bevölkerungsdichte und Möglichkeiten zum Wildcampen ein. Auch das Baltikum schneidet gut ab, mit Estland als bestplatziertem Land der Region. Wer auf wärmere Gegenden nicht ganz verzichten will, findet laut Auswertung zudem kühlere Badeorte an der Atlantikküste, etwa in Frankreich, Spanien oder Portugal.


