Von den 30 Jahren Aida, die Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter feiert, hat Hans-Peter Kuch 26 Jahre aktiv begleitet. Er ist damit der dienstälteste Außendienstler der Rostocker. An die Anfänge erinnert er sich noch sehr gut – bei einem Treffen mit touristik aktuell in seiner Wahlheimat Frankfurt am Main blickt der für den Südwesten zuständige Sales Manager einmal zurück.
„Hansi“, wie ihn das Aida-Kollegium und „seine“ Agenturen nennen, begann seine touristische Karriere bei einem Neckermann-Reisebüro in Offenbach und arbeitete danach als Reiseleiter und Animateur für NUR Touristic, ehe er im April 2000 zur jungen Clubschiff-Marke Aida Cruises nach Neu-Isenburg wechselte – mit der begehrten Personalnummer 007.

„Wir mussten die Klischees der klassischen Kreuzfahrt abbauen“
Er sei von seinem Freund Richard Vogel, seinerzeit Senior Vice President Marketing & Sales des damaligen Start-ups, angeheuert worden, erzählt Kuch. Heute ist die Marke ein Selbstläufer, anfangs sei es aber schwer gewesen, Tritt zu fassen in der Touristik. „Wir haben Reisebüros Aida damals nur mithilfe des Katalogs erklären können“, blickt Hans-Peter Kuch zurück. „Und wir mussten die Klischees der klassischen Kreuzfahrt abbauen, wie man sie vom ‚Traumschiff‘ kannte – wir nannten es das „SALZ-Syndrom“. Das stand für „Steif“, „Alt“, „Langweilig“ und „Zu teuer“, wie er amüsiert erläutert.
Das damals einzige eigene Schiff, die „Aida“ (ab 2001 unter dem Namen Aida Cara), sollte all das nicht sein, sondern als „Das Clubschiff“ den Urlaub auf See revolutionieren und für eine breite Bevölkerungsschicht öffnen. Es gab nur gut eine Handvoll Routen: „Im Sommer zwei ab Mallorca und in der Wintersaison vier in der Karibik – das war alles“, erinnert sich der Aida-Manager.
Zwischen dem ersten Schiff, der 1996 in Dienst gestellten Aida (Cara), und dem elften, der 2021 getauften Cosma, liegt ein Vierteljahrhundert. In diesem Zeitraum hat sich auch die Hardware an Land enorm weiterentwickelt. Kuchs erstes Diensthandy war ein Blackberry, wie es Anfang der 2000er modern war. „Damit konnte man immerhin Mails schreiben und ‚Snake‘ spielen“, scherzt er.
Mit goldenem Opel Astra auf Außendiensttour
Auch sein erster Firmenwagen erscheint aus heutiger Sicht antiquarisch: ein goldfarbener Opel Astra Kombi, natürlich ohne Navi und elektrische Fensterheber! „Da ist man mit dem Atlas ins Ortszentrum gerollt, wollte einen Passanten nach dem Weg fragen, aber bis die Scheibe runtergekurbelt war, war die Person längst weitergegangen.“ Heute sei alles komfortabler. „Die technische und technologische Ausstattung des Aida-Außendienstes ist ganz oben im Regal einzuordnen“, meint Kuch.
Warum der 66-Jährige bei Reisebüro-Besuchen trotzdem manchmal bewusst „old school“ arbeitet, wie er sagt, und wieso er sich als „Troubleshooter“ versteht, lesen Sie im vollständigen Artikel der aktuellen ta-Ausgabe 11/2026, die auch als E-Paper erhältlich ist.



