Im Vorfeld der Taufe der Mein Schiff Flow am kommenden Samstag in Triest nehmen in diesen Tagen über 1.500 Vertriebspartner den zweiten Neubau der Intuition-Klasse von TUI Cruises in Augenschein. Zu Beginn der Kurzreise am Montag richtete CEO Wybcke Meier Dankesworte an die Reisebüros: „Dass wir so eine Expansion hinlegen konnten, haben wir auch euch zu verdanken.“
Genau genommen befindet sich die Marke Mein Schiff in ihrer größten Wachstumsphase, konkretisierte Clas Eckholt, Vice President Commercial: Die Indienststellung der Mein Schiff Relax im vergangenen und der Mein Schiff Flow in diesem Jahr mit jeweils knapp 4.000 Betten bedeutet ein Kapazitätswachstum von 40 Prozent.

Buchungen über Vorjahr
Das zu stemmen gelingt Deutschlands zweitgrößtem Kreuzfahrtanbieter aktuell. Neue Schiffe sorgen generell für neue Nachfrage und neue Kunden und bescheren den Hamburgern laut Meier eine „hervorragende Auslastung“. Zwar gebe es derzeit „sehr viele Disruptionen im touristischen Markt“, so Vertriebschef Eckholt. Deren negative Auswirkungen auf das Geschäft träfen aber „nicht auf die Kreuzfahrt und insbesondere nicht auf TUI Cruises zu“. Die Marke Mein Schiff liege gemessen an den Buchungen „über den Spitzenwerten vom Vorjahr“, und Hapag-Lloyd Cruises sogar „extrem“ darüber.
Kein nennenswertes Last-Minute-Geschäft
„Wir sind froh, dass wir im Last-Minute-Bereich keine große Nachfrage generieren müssen“, so der Vertriebschef. Dennoch gebe es für die nächsten sechs bis neun Monate noch Kabinen auf Mittelmeer- und Nordeuropa-Kreuzfahrten zu verkaufen, so seine Botschaft an die Vertriebspartner.
Dass die Nachfrage auf lange Sicht nicht abebben wird, daran hegt das Joint-Venture von TUI und Royal Caribbean keine Zweifel. Mit fünf Prozent Marktdurchdringung im deutschen Reisemarkt seien Kreuzfahrten immer noch ein Nischenprodukt, betonte Wybcke Meier mit Verweis auf rund 2,8 Millionen Hochseekreuzfahrer in der Vorsaison.
Neubauten locken jüngere Gäste an
Mit den neuen Schiffen der Intuition-Klasse gelingt es TUI Cruises laut Meier eine deutlich jüngere Klientel zu gewinnen. Ihnen böten die beiden Neubauten eine Destination auf See, die Elemente einer Urlaubsinsel in Europa – etwa eine griechische Taverne – mit „großzügigen Freiräumen, innovativem Design und Nähe zum Meer auf besondere Weise“ verbinde, wirbt die Reedereichefin.
Auch Stammgäste der vorherigen Baureihe fühlen sich mittlerweile auf der spürbar größeren Intuition-Klasse wohl, berichtete Meier. Nach einem „zugegebenermaßen holprigen Start“, den sie damit erklärte, dass Bestandskunden Gewohntes von der alten Schiffsklasse auf der neuen vermissten, habe die Schwester Mein Schiff Relax mittlerweile die höchste Weiterempfehlungsrate (NPS im Schnitt bei 90) in der Flotte.
Kleine Optimierungen
Die Optimierungen flossen auch in die Flow ein. Eine der größten war eine Kleinigkeit: dickere Polster auf den Liegen im Suiten-Bereich. Außerdem wurde der jüngste Neubau mit mehr Sonnenschirmen und zusätzlichen Sonnensegeln ausgestattet. Eine weitere dezente Errungenschaft: Mit fünf Prozent mehr Platz pro Passagier als auf der Relax wirkt die Flow vielleicht noch ein bisschen großzügiger. Größere Unterschiede gibt es nicht.
Was Vertriebspartner zum neuen Flaggschiff sagen, lesen Sie in der neuen ta-Ausgabe 12/2026, die Anfang kommender Woche erscheint. Impressionen von Bord gibt es schon jetzt auf dem Instagram-Kanal von touristik aktuell.



