Hotels geöffnet, Strände belebt, Wüstenausflüge möglich: Für Iyad Rasbey von der Ras Al Khaimah Tourism Development Authority ist klar: „Das Leben läuft bei uns ganz normal weiter.“
Die Vereinigten Arabischen Emirate und insbesondere Ras Al Khaimah seien weiterhin ein sicheres Reiseziel, sagt er im Gespräch mit touristik aktuell. Besonders positiv entwickelt sich aus Sicht der Destination aktuell der deutsche Markt. Deutschland habe seine Reisehinweise inzwischen wieder gelockert, wodurch Reisen inklusive Versicherungsschutz problemlos möglich seien. „Wir sehen bereits wieder internationale Gäste“, so Rasbey.

Nach einem starken Jahr 2025 mit mehr als 1,35 Millionen Besuchern und einem Plus von zwölf Prozent bei den Tourismuseinnahmen war auch der Start ins aktuelle Jahr vielversprechend. In den ersten beiden Monaten verzeichnete die Destination ein Wachstum von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Mit Beginn der regionalen Spannungen Ende Februar habe man dann den Fokus auf den Binnenmarkt gelegt, um Hotels auszulasten und Arbeitsplätze zu sichern. „Die Pandemie hat uns gelehrt, wie wichtig es ist, die touristische Infrastruktur auch in schwierigen Zeiten stabil zu halten“, erklärt Rasbey.
Natur als Alternative zu Dubai
Ras Al Khaimah positioniert sich bewusst als Ergänzung zum urbanen Dubai. Das nördlichste der sieben Emirate setzt auf Natur und authentische Erlebnisse. Das Emirat verfügt über 68 Kilometer Küste, Wüstenlandschaften und mit dem Jebel Jais den höchsten Berg der Emirate.
Hinzu kommen kulturelle Attraktionen mit einer bis zu 7.000 Jahre alten Geschichte. Vier Stätten stehen auf der Unesco-Vorschlagsliste. Vor allem deutsche Urlauber schätzen die Kombination aus Strandurlaub und Naturerlebnissen.
Auch Dubai liegt nur 45 Minuten entfernt – ideal für Kombinationsreisen. „Deutsche Gäste machen oft Ausflüge nach Dubai und kehren anschließend wieder in die Ruhe von Ras Al Khaimah zurück“, berichtet Rasbey.
Neue Hotels und mehr Kapazitäten
Auch beim Hotelangebot stehen die Zeichen auf Wachstum. Noch in diesem Jahr sollen zwei neue Häuser eröffnen, darunter ein neues Hotel im Mangrovengebiet sowie ein Lodge-Resort auf dem Jebel Jais.
Für 2027 ist zudem die Eröffnung des Großprojekts Wynn Al Marjan Island geplant, dem ersten Resort der Region mit Casino, 1.500 Zimmern sowie umfangreichen Freizeit- und Unterhaltungsangeboten.
Darüber hinaus kündigt Iyad Rasbey zahlreiche weitere internationale Hotelmarken für die kommenden Jahre an, darunter Four Seasons, W Hotels, Fairmont und Le Méridien. Insgesamt soll sich die Hotelkapazität bis 2030 verdoppeln.
Nachhaltigkeit bleibt Teil der Strategie
Parallel zum Wachstum setzt Ras Al Khaimah auf Nachhaltigkeit. Der Schutz der Natur und Kultur sei zentral für die Identität des Emirats. Gemeinsam mit der australischen Organisation Earth Check arbeite man an nachhaltigen Standards für die Hotellerie und sei bereits mit einer Silber-Zertifizierung ausgezeichnet worden.
„Unsere Natur und Kultur sind unser wichtigstes Alleinstellungsmerkmal“, sagt Rasbey. „Deshalb müssen wir die Balance zwischen Entwicklung und Identität bewahren.“



