Aida: Reisebüros wieder in der „Pole Position“

Die Vermittlung von Kreuzfahrten ist für Reisebüros ein immer lukrativeres und auch zukunftssicheres Geschäft – mit dieser Botschaft wandte sich Aida-Vertriebsdirektor Uwe Mohr bei der derzeitigen Jahrestagung von Best-Reisen an diejenigen Kooperationsmitglieder, die dieses Produktsegment bislang nur als eines von vielen bearbeiten. Und er wiederholte die Botschaft des deutschen Marktführers der Preis- und Produktparität für alle Vertriebskanäle.

Durchschnittsumsätze steigen

Kreuzfahrten seien „der Wachstumsmotor in der deutschen Touristik“, betonte der Vertriebslenker der Rostocker Reederei noch einmal die Bedeutung und das Potenzial. Und sie seien für Reisebüros rentabler als andere Urlaubsformen. Hochseekreuzfahrten hätten „den höchsten Prozentsatz am provisionspflichten Umsatz“, so Mohr. Und der steige. „Der deutsche Kreuzfahrtmarkt läuft auf einen Durchschnittsumsatz von 2.000 Euro pro Person zu“, konkretisierte Mohr unter Verweis auf Zahlen des DRV.

Aktuell verzeichne die Branche 18 Prozent Umsatzwachstum. Dass die Passagier- und Umsatzzahlen weiter kontinuierlich wachsen werden, steht für Aida Cruises außer Frage. „Der einzige limitierende Faktor sind die Kapazitäten“, so Uwe Mohr.

Alle Vertriebskanäle – einheitliche Preise

Der Aida-Manager nutzte die Bühne bei der am Montag (1. Dezember) zu Ende gehenden Tagung in Ägypten auch, um noch einmal den eingeschlagenen Kurs der Reederei im Vertrieb hervorzuheben, der zu Preis- und Produktparität geführt hat. „In all unseren Vertriebssystemen sind sämtliche Produkte verfügbar und zum gleichen Preis buchbar. Das hat die Reisebüros wieder in die Pole Position gebracht“, so Mohr.

Vermittler, die von diesem Kurs abweichen, habe man auf dem Radar. „Wir werden weiterhin systematische Rückvergütung im Blick behalten und bei Bedarf dagegen vorgehen“, versicherte der Vertriebsdirektor des Marktprimus.

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