Amadeus: Jedes Jahr ein neues Schiff

Amadeus Flusskreuzfahrten bekommt 2027 den nächsten Neubau und debütiert 2028 mit einem weiteren auf dem Douro.

Ein beleuchteter Pool auf einem Schiffsdeck bei Dämmerung mit Liegestühlen und Sonnenschirmen vor einer nächtlichen Stadtkulisse am Hang mit vielen Lichtern.
Mit dem Neubau Amadeus Douro (Modellbild) erschließt Amadeus Flusskreuzfahrten in der Saison 2028 ein neues Fahrtgebiet in Spanien und Portugal. Foto: Amadeus Flusskreuzfahrten

„Es wird schon wieder eng“, berichtet Rendel Müller, Marketing- und Vertriebsdirektorin bei Amadeus Flusskreuzfahrten, im Telefonat Mitte August. Gemünzt ist ihre Aussage nicht etwa auf die zu diesem Zeitpunkt weiter sinkenden Pegelstände, sondern vielmehr auf die Verfügbarkeiten für die Saison 2027.

Noch seien nicht alle Reisen ausgebucht, doch die Auswahl werde zunehmend kleiner. Denn dank langfristiger FIT- und Gruppenbuchungen füllt der Veranstalter im schwäbischen Leonberg die Schiffe seiner Innsbrucker Mutterreederei Lüftner Cruises wie gewohnt frühzeitig. Das liegt auch an deren Flottenpolitik: Das Familienunternehmen stellt Jahr für Jahr einen Neubau in Dienst und nimmt dafür ein Bestandsschiff aus dem Programm. Auf diese Weise entstehen keine Überkapazitäten.


Diesen Rhythmus behält das Unternehmen, das aktuell 14 Schiffe im Verkauf hat, auch weiterhin bei: Auf die in diesem Jahr getaufte Amadeus Aurea folgt 2027 die Amadeus Mira, die Rhein, Main und Donau befahren wird. Der Neubau sei „absolut vergleichbar mit der Baureihe der Schiffe Cara, Riva, Nova, Amara und Aurea“, ordnet Rendel Müller ein. Die Mira bietet Platz für 156 Gäste, die sich auf zwölf Suiten mit Balkon sowie 66 Außenkabinen mit Panoramafenstern verteilen.

Auch der Neubau für 2028 steht bereits fest – und mit ihm ein neues Fahrtgebiet für Lüftner und Amadeus: Die Amadeus Douro wird für den namengebenden Fluss in Spanien und Portugal konzipiert. Sie ergänzt das bestehende Portfolio an den klassischen Fahrtgebieten Rhein und Donau sowie den Wasserstraßen in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Das Schiff mit 54 Kabinen und zwei Suiten sowie laut Anbieter großzügigem Pool auf dem Sonnendeck wird zwischen März und November 2028 ab/bis Porto eingesetzt. Gäste könnten sich auf „feine, kreative Küche mit typisch portugiesischen Spezialitäten sowie den besten Weinen des Douro“ und außerdem auf abwechslungsreiche Ausflugskonzepte freuen, wirbt Amadeus.

Bereits hohe Nachfrage für Neubau Amadeus Douro

Obwohl die Fahrpläne für die Premierensaison noch nicht veröffentlicht sind, verzeichnet der Veranstalter bereits „jede Menge Anfragen sowohl von Endkunden als auch von Vertriebspartnern“, berichtet dessen Marketing- und Vertriebsdirektorin. Sogar „extrem stark“ sei die Nachfrage von Gruppenpartnern, insbesondere von internationalen – die seien „viel früher dran“ als nationale, so Müller. Ihr zufolge werden die Gruppenkontingente strikt nach der Reihenfolge der Anfrageeingänge vergeben. Die Gruppenkonditionen werden individuell verhandelt.

Nahaufnahme einer lächelnden Frau mit blondem, schulterlangem Haar, die eine dunkle Brille trägt und vor einem unscharfen, grünen Hintergrund posiert.
Rendel Müller verantwortet bei Amadeus Flusskreuzfahrten Marketing und Vertrieb. Foto: Lüftner Cruises

Auch bei der Vertriebsunterstützung setzt der Veranstalter auf individuelle Angebote. „Wir sind offen für Ideen und begleiten Partner mit kreativen, bedarfsorientierten Aktionen“, so Rendel Müller. Agenturen könnten sich jederzeit an das Vertriebsteam in Leonberg wenden.

Wer Neukunden für die Amadeus-Flotte gewinnen will, sollte dabei nicht nur Kreuzfahrer ansprechen, rät Müller. „Unsere Neukunden kommen nicht unbedingt aus der Flusskreuzfahrt. Wir erreichen viele Gäste aus dem Studienreisesegment, aus der Luxushotellerie und über ihre Affinität zu hochwertiger Kulinarik.“ Entscheidend sei, „den Nerv der Kategorie zu treffen“. Und die liegt bei Amadeus in der Nische zwischen Premium und Luxus.

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