
Ausgerechnet der ehemalige Arosa-Vertriebschef Jörg Boeckmann macht seinem früheren Arbeitgeber nun als Einziger Konkurrenz. Als Projektleiter des neuen Veranstalters Amadeus Flusskreuzfahrten GmbH vertreibt er in Kooperation mit der österreichischen Reederei Lüftner Cruises ab Mitte November deren acht jüngste Schiffe auf dem deutschen Markt. „Wir wollen die Lücke schließen, die sich durch den Marktaustritt von Viking, TUI und Sea Cloud Cruises aufgetan hat“, so Boeckmanns Intention.
Damit konkurriert Amadeus im Premium-Segment mit Arosa. „Es gibt sicher Überschneidungen mit Arosa, aber nur sehr wenige“, betont Boeckmann. Die Hardware der Amadeus-Schiffe – insbesondere der innovativen Amadeus Silver und ihrer 2015 folgenden, noch geräumigeren Schwester Amadeus Silver II – sei zwar ebenfalls modern, das Produkt insgesamt aber sehr klassisch: mit Captain’s Dinner, A-la-carte-Menüs und internationalem Publikum. „Sehr viel Differenzierung also“, meint Boeckmann. Ansprechen will Amadeus Flusskreuzfahrten Kunden im gehobenen Segment, die Tagesrate liegt bei 250 Euro.
Reisebüros zahlt Amadeus mit Agenturvertrag zehn Prozent Provision auf Kreuzfahrt, Ausflugspakete, Bus- und Fluganreise sowie Hotelübernachtungen. In der Spitze sind bis zu 14 Prozent möglich.
Gebucht werden kann zunächst nur per E-Mail an info(at)amadeus-flusskreuzfahrten.de, die Telefonnummern stehen noch nicht fest. In den Reservierungssystemen will der neue Veranstalter Anfang 2015 präsent sein. Der Katalog soll Mitte November erscheinen.


