Angesichts der Umsatzausfälle durch Reiseabsagen infolge des Niedrigwassers kündigt Flusskreuzfahrtanbieter Arosa Partneragenturen Unterstützung an. Und zudem stabile Konditionen für 2027.

Die im Juni eingesetzte Vertriebschefin des Flussreiseanbieters Arosa, Stephanie Schrahe, hatte keinen leichten Start. Denn die ersten drei Monate in Rostock und die ersten Gespräche mit Vertriebspartnern standen für die neue Director Omnichannel Sales unter dem Eindruck des Niedrigwassers.
Niedrige Pegel, hohe Umsatz- und damit Provisionsausfälle – kein einfacher Einstieg in die künftige Zusammenarbeit mit Reisebüros und OTAs. Statt um Zielvereinbarungen ging es zunächst um Schadensbegrenzung.
Die Absagen von nicht durchführbaren Reisen auf Rhein und Donau habe gerade bei Gruppenpartnern teils zu „herben Umsatzverlusten“ geführt, sagt Schrahe im Gespräch mit touristik aktuell. „Wir schauen, wie wir das auffangen können.“
Zum einen versuche man „identische oder ähnliche Reisezuschnitte“ für 2026 oder 2027 zu finden, zum anderen Werbekostenzuschüsse bereitzustellen.
Fest rechnen können Reisebüros indessen mit verlässlichen Vertriebskonditionen. Das Provisionsmodell für das touristische Geschäftsjahr 2026/2027, beginnend am 1. November, bleibt unverändert, wie Stephanie Schrahe ankündigt. Dies sei ein „wichtiger Ankerpunkt“ für die Vertriebspartner.
Unter ihrem Vorgänger Stefan Sprunk war das Vergütungsmodell zum laufenden Jahr für die Top-Partner aufgewertet worden: Agenturen mit Platin-Status (ab 70.000 Euro Jahresumsatz mit Arosa) erhalten dabei ein Prozent statt wie bisher 0,5 Prozent extra auf ihren FIT-Mehrumsatz im „Premium alles inklusive“-Tarif. Letzteren Satz gibt es seit diesem Jahr erstmals für Gold-Partner (ab 35.000 Euro) – sie waren bis dato von der On-Top-Vergütung ausgenommen.

Neue Buchungsmöglichkeiten in Vorbereitung
Stephanie Schrahe, viele Jahre bei Aida und zuletzt für Sixt tätig, soll in der neu geschaffenen Position des Director Omnichannel Sales den stationären Handel und die digitalen Vertriebskanäle verzahnen. Erste Projekte laufen bereits. Aktuell wird bei Arosa an der FIT-Buchungsstrecke im Extranet sowie an einem neuen Gruppenbuchungs-Tool gefeilt, verrät Schrahe.
Ab wann die Optimierungen Reisebüros voraussichtlich zur Verfügung stehen werden, lesen Sie im Flusskreuzfahrten-Special der aktuellen ta-Ausgabe 17/2026, die diese Woche erschienen ist, und hier im E-Paper.



