
In der Saison 2015 wird Dertour den bereits eingeleiteten Strategiewechsel bei Flussreisen endgültig umsetzen: Dann ist der Veranstalter nach 30 Jahren Engagement in diesem Segment erstmals ohne eigenen Vollcharter unterwegs. Stattdessen hat die Bausteinmarke nun bei sechs Reedereien auf 15 Schiffen Kontingente eingekauft – und fährt somit ohne eigenes Risiko.
„Wir haben uns vor drei Jahren gefragt, ob unser Konzept noch das ist, was wir wirklich machen wollen“, berichtet Bereichsleiter Rudolf Stäuble. „Dann kam das Jahr 2012, in dem die Nachfrage stark abgenommen hat, und im letzten Jahr das Hochwasser auf verschiedenen Flüssen – es war an der Zeit für einen Strategiewechsel“, so Stäuble.
Die neue Ausrichtung manifestiert sich auch im Namen: Dertour spricht nun nicht mehr von Flusskreuzfahrten, sondern von Flussreisen. „Es steht nun nicht mehr ein Schiff im Fokus, sondern das Reiseerlebnis“, erläutert der Bereichsleiter. Man überlege nicht nur, was auf der Kreuzfahrt wichtig ist, sondern auch vor und nach der Flussreise. Ergänzende Leistungen zum Schiffprodukt werden empfohlen oder gleich in das Reisepaket inkludiert.
So empfiehlt Dertour beispielsweise nach der Kreuzfahrt auf dem Rhein ein Hotel in Amsterdam oder die Rundreise „Kontrastreiches Peru“ vor einer Flusskreuzfahrt durch den ecuadorianischen Regenwald. Als Beispiel für eine Reise mit inkludierter Leistung nennt Stäuble die 13-tägige Kreuzfahrt „Buddhas Goldenes Land“ auf dem Irrawaddy in Myanmar, bei der die Teilnehmer nach der Flussreise zwei Nächte am Inle-See verbringen und anschließend Yangon erkunden.



