Holland America Line schiebt das größte Modernisierungsprogramm seiner Geschichte an. In den kommenden Jahren investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 500 Millionen US-Dollar in die Neugestaltung von sechs seiner elf Schiffe: die vier Vista-Klasse-Einheiten Oosterdam, Zuiderdam, Westerdam und Noordam sowie die zur Signature-Klasse gehörenden Nieuw Amsterdam und Eurodam. Das Sextett wurde in der ersten Dekade der 2000er-Jahre in Dienst gestellt.
Zusätzliche Kabinen- und Suiten-Kategorien
Sie erhalten nun schrittweise zentrale Elemente der jüngsten Baureihe, namentlich der Pinnacle-Class-Schiffe Koningsdam, Nieuw Statendam und Rotterdam. Im Mittelpunkt des Modernisierungsprogramms „Holland America Evolution“ stehen zusätzliche Restaurant- und Barangebote – etwa das Grand Dutch Café –, sowie neue Kabinen- und Suiten-Kategorien.
So werden als erstes an Bord der Oosterdam insgesamt 76 zusätzliche Passagierunterkünfte eingerichtet, darunter 30 Solo-Verandakabinen mit Balkon und zwei Bridgeview-Suiten mit 180-Grad-Blick. Den Umbau übernimmt Fincantieri, die Italiener haben sämtliche bestehenden Schiffe für Holland America Line gefertigt.

Oosterdam geht als erste in die Werft
Wann die Oosterdam in die Werft geht, ist nicht bekannt, sie soll aber voraussichtlich im Herbst 2027 wieder ihren Dienst aufnehmen, so die Reederei. Weitere Details zur Modernisierung des Schiffes und neuen Reisen werde man in den kommenden Wochen auf der Website www.hollandamerica.com/evolution veröffentlichen. Einen Zeitplan für die Werftaufenthalte der weiteren Flottenmitglieder hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben.
Die beiden ältesten Schiffe der R-Klasse – die Volendam (Indienststellung 1999) und Zaandam (2000) – sind nicht Teil des Modernisierungsprogramms. Sie wurden zuletzt 2024 beziehungsweise 2025 modernisiert.


