Ägypten: Sharm el Sheikh fast ohne Direktflüge

Ausflugsboote in Sharm el Sheikh. Foto: ah
Ausflugsboote in Sharm el Sheikh. Foto: ah

Das Ferienziel Sharm el Sheikh auf dem Sinai läuft Gefahr, im Winter auf das touristische Abstellgleis zu geraten. Parallel zum Ausfall des russischen und des ukrainischen Marktes dürfte ab Mitte Dezember auch noch der deutsche Markt wegfallen: Ab dann gibt es nach aktuellem Stand kaum noch Direktflüge ab Deutschland nach Sharm el Sheikh.

Erst sagte Corendon ab, jetzt Freebird

Dabei sah es bis September noch so aus, als würden mit Corendon und Freebird zumindest zwei Airlines direkt von Deutschland auf den Sinai fliegen. Nach der Absage von Corendon blieb dann zunächst Freebird alleiniger Anbieter, doch zuletzt stornierte auch die Tochter-Airline der türkischen Gözen Holding einen Flug nach dem anderen. Aktuell sind laut Ägypten-Spezialist ETI noch einige Freitags-Flüge ab Köln buchbar.

Hotels und Veranstalter suchen Airline-Partner

Veranstalter wie Alltours und FTI suchen nun nach neuen Möglichkeiten, das Reiseziel erreichbar zu machen. Unterstützung erhalten sie dabei unter anderem von Hotelketten wie Azur und Pickalbatros, die ein großes Interesse daran haben, dass Sharm el Sheikh nicht abgehängt wird.

„Wir stehen im engen Kontakt mit diversen Airlines, um Alternativen auszuloten“, heißt es etwa bei FTI in München. Bislang habe man jedoch noch keine adäquate Verbindung auflegen können.

Ohne Direktflüge kann Sharm el Sheikh nur per Linie angeflogen werden, etwa mit Egypt Air über Kairo oder mit Turkish Airlines über Istanbul.

Aktuell findet in Sharm el Sheikh die 27. UN-Klimakonferenz statt. Sie dauert noch bis zum 18. November.

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