Jamaika: Kostenlose Stornos und Hilfsaktionen

Freiwillige auf Jamaika packen in einem Hilfsprojekt Lebensmittel und Hygieneartikel in Taschen, um Bedürftige nach Stornierungen im Tourismussektor zu unterstützen.
Die Riu-Animateure auf Jamaika packen derzeit Hilfspakete. Foto: Riu

Die von der jamaikanischen Regierung zusammengestellte Task Force arbeitet auf Hochtouren, um die touristische Infrastruktur nach dem Durchzug von Hurrikan Melissa wieder vollständig bereitzustellen. Bis zum 15. Dezember soll dies laut Tourismusminister Edmund Bartlett soweit sein.

Dertour-Gäste können daher bei Anreise bis zum 14. Dezember kostenlos stornieren oder umbuchen. TUI und Alltours bieten indes bis zum 30. November keine Reisen nach Jamaika an, Alltours nimmt bis zu diesem Datum auch keine Neubuchungen an. Schauinsland-Reisen – ebenso wie Alltours Newcomer im Jamaika-Geschäft – will sich den Gästen gegenüber bezüglich Stornierungen und Umbuchungen kulant zeigen und je nach Buchung und Reisezeitraum entscheiden.

Das Auswärtige Amt rät allerdings weiterhin von nicht notwendigen Reisen nach Jamaika ab.

Volunteer und Wiedereröffnung

Wer dennoch reisen möchte und vielleicht als Volunteer helfen möchte: Die beiden wichtigen Flughäfen Kingston und Montego Bay sind geöffnet, letzteren steuert Condor zweimal wöchentlich an.

Das Jamaica Tourist Board (JTB) listet zudem auf www.visitjamaica.com unter „Travel Alerts“ aktuelle Informationen wie Hotelverfügbarkeiten sowie Wiedereröffnungen von Resorts und den wichtigsten Attraktionen auf.

Spendenaufrufe und Hilfsaktionen

Spendenaufrufe für Jamaika haben unter anderen die Arbeitsgemeinschaft Karibik, die TUI Care Foundation und der Spezialveranstalter Jamaikatour gestartet.

Riu, mit sieben Resorts auf Jamaika vertreten, teilt indes mit, dass man einen Fond von einer Millionen US-Dollar mobilisiert habe, um Jamaika zu helfen. Davon kommen laut Unternehmen 80 Prozent direkt dem eigenen Hotelpersonal zugute. Einerseits haben die Mitarbeiter für ihre Kollegen Soforthilfepakete mit lebensnotwendigen Gütern gepackt, andererseits sollen so Materialien für den Wiederaufbau der Häuser gekauft werden. Außerdem wurde eine zinslose Kreditlinie von 1,3 Millionen US-Dollar eingerichtet, um den Mitarbeiter die Bewältigung der Schäden zu erleichtern.

Mit den restlichen 20 Prozent des Hilfsfonds will Riu laut Presseinformationen die jamaikanische Gemeinschaft unterstützen. So wurden gemeinsam mit der Jamaica Basic School Foundation 1.750 Unterstützungspakete an isolierte Gemeinschaften mit begrenzter Hilfe geliefert. Darüber hinaus hat Riu eine Partnerschaft mit der NGO World Central Kitchen (WCK) geschlossen, um täglich mehr als 7.000 Mahlzeiten in den Hotelküchen zuzubereiten und an die betroffenen Gemeinden zu verteilen.

Die Riu-Hotels Riu Ocho Rios, Riu Montego Bay und Riu Palace Jamaica sind geöffnet. Die restlichen vier Hotels Reggae, Negril, Palace Tropical Bay und Palace Aquarelle wollen zwischen Ende November und Mitte Dezember wieder die ersten Gäste empfangen.

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