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Thomas Cook: Aktienkurs steigt

Der zuletzt eingebrochene Aktienkurs von Thomas Cook steigt wieder. Hintergrund dürfte der günstige Kurs der Aktie und die Hoffnung sein, dass der mit der chinesischen Fosun-Gruppe angekündigte Mega-Deal tatsächlich zustande kommt. Die offizielle Aussage auf Anfrage von touristik aktuell lautet dazu: „Wir befinden uns in fortgeschrittenen Gesprächen.“

Zu den Unternehmern, die aktuell bei Thomas Cook investieren, gehört der Gründer und Chef der Anex Tourism Group, Neset Kockar. Er nutzte den jüngsten Kursrückgang bei Thomas Cook und stockte seine Anteile auf 6,7 Prozent auf.

Der Börsenkurs war vor knapp zwei Wochen eingebrochen, nachdem Thomas Cook seinen Refinanzierungsplan vorgestellt hatte. Der Haken: Das Konzept verwässert den Wert bestehender Aktien. Laut Thomas Cook plant Fosun, die Mehrheit am Veranstaltergeschäft zu übernehmen. Was aus den Airlines des Konzerns wird, ist offen.

Die Anex Tourism Group hat ihren Hauptsitz in Antalya und gehört zu den größten Veranstaltern in Russland. Zur Gruppe gehört auch der Ferienflieger Azur Air. Seit 2016 ist Anex auch in Deutschland präsent, aus dem großen Anfangsplänen wurde jedoch nur ein eher überschaubares Geschäft.

   

Kommentare (5)

  • Charly Amend
    am 01.08.2019
    Nur noch peinlich! Josef Neckermann würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, was derzeit mit seinem einst erfolgreichen Tochterunternehmen geschieht.

    In der TC-Kantine wird kurz oder lang ausser Peking-Ente bald auch Döner auf der Speisekarte stehen. Das zumindest mag für die Mitarbeiter, für die sich in der Konzernleitung niemand interessiert, eine beliebte Abwechslung sein.
  • Mallorca2011
    am 01.08.2019
    ...daher liebe Kolleginnen und Kollegen,

    am Besten deutsche Unternehmen wie alltours und SLR buchen, die sind vom Inhaber geführt und hier zählen und haben auch noch die Mitarbeiter einen Wert!

    Nicht wie die ab der Börse in London gehandelten Unternehmen wie TUI und Thomas Cook/Neckermann oder von einem ägyptischen Investor wie FTI!
  • tosch
    am 04.08.2019
    " Josef Neckermann würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, was derzeit mit seinem einst erfolgreichen Tochterunternehmen geschieht."

    Wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, hätte es das Unternehmen dieses Altnazis überhaupt nicht geben dürfen.
  • Charly Amend
    am 05.08.2019
    Mir ist die Vergangenheit von Josef Neckermann und die jüdische Vorgeschichte des Unternehmens und dessen verbrecherische Enteignung durchaus bekannt.

    Ich kann Ihnen versichern, dass ich in diesem Unternehmen, in das ich 1973 eintrat, ausschliesslich sehr weltoffenen und in jeder Hinsicht toleranten Kollegen*innen begegnete. Und das nahezu vier Jahrzehnte lang. Wir waren leidenschaftliche Touristiker, die weltweit Kontakte zu Menschen pflegten - egal, welche Religion, Hautfarbe diese hatten. Die Politik spielte eine sehr untergeordnete Rolle. Wir produzierten Urlaubs- u. Rundreisen dorthin, wohin Menschen reisen wollten. Und dazu gehörten Länder, die man nicht als Keimzellen der Demokratie bezeichnen kann...Spanien unter Franko, Jugoslawien unter Tito, Russland unter verschiedenen Diktatoren, das sozialistische Ungarn, Südafrika zur Apartheit...

    Und Herr Neckermann sen. erwarb sich zudem hohes Ansehen durch sportliche Leistung und Förderung des Sports. Im Gegensatz zu nicht wenigen Bonzen des 3. Reiches, die auch nach dem Zusammenbruch in hohe Staatsämter schlupften, genoss er weltweites Ansehen, das er sich ehrenvoll erwarb. Wie nicht wenige Firmeninhaber dieser Jahre regierte er wie ein Patriarch, wobei sein Sohn Peter - unser Aufsichtsratschef - den good guy verkörperte. Ich jedenfalls, der ich das 3. Reich und deren Verbrechen verdamme und immer verdammen werde, war (und bin) stolz darauf, zu den tourisischen Pionieren der NUR Neckermann + Reisen GmbH gehört zu haben. Mit dem seltsamen Gebilde C & N konnte ich nichts anfangen. Und als sich das Unternehmen den Künstlernamen Thomas Cook überstülpte, gab's nur eines: Durchhalten bis zur Rente. Ist gelungen!
  • prüfer gerhard
    am 13.08.2019
    hallo. ich erinnere nur an satz von Tilo Sarazien "deutschland gibt sich auf"

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