Verkehr

Neun-Euro-Ticket: Was kommt auf DB-Agenturen zu?

Sollen DB-Agenturen beim Neun-Euro-Ticket mitmachen? Bislang gibt es dazu noch keine konkreten Informationen

Sollen DB-Agenturen beim Neun-Euro-Ticket mitmachen? Bislang gibt es dazu noch keine konkreten Informationen. Foto: ollo/istockphoto

Die Zustimmung von Bundestag und -rat steht zwar noch aus, aber wahrscheinlich wird das so genannte Neun-Euro-Ticket im Juni kommen. Drei Monate lang soll der Billigfahrschein für den Regionalverkehr die momentan von steigenden Lebenshaltungskosten geplagten Bürger entlasten.

Aber was bedeutet die vorübergehende Umstellung für die Reisebüros mit DB-Lizenz, die Nahverkehrstickets verkaufen? Werden diese in den Verkauf einbezogen? Wie wird das in den Buchungssystemen umgesetzt? Und welche Auswirkungen werden die deutlich geringeren Einnahmen aus dem Ticketverkauf auf die Provision haben?

Nähere Infos der Bahn „in Kürze“

Dies sind alles Fragen, die von der Bahn bislang nicht konkret beantwortet werden. Auf Anfrage von touristik aktuell teilt eine Konzernsprecherin lediglich mit: „Wir werden als DB rechtzeitig vor Beginn des Aktionszeitraums mit dem Verkauf des Neun-Euro-Tickets starten – nicht nur über unsere digitalen Kanäle Bahn.de und der App DB Navigator.“ Das heißt, auch der so genannte personenbediente Vertrieb wird wohl die Günstig-Fahrscheine an den Kunden bringen. Die DB werde „in Kürze“ über Details informieren, so die Sprecherin weiter.

Falls die DB-Reisebüros an der Aktion teilnehmen, könnte das für sie ein heißer Sommer werden. Denn wie eine Umfrage kürzlich ergeben hat, können sich 29 Prozent der Befragten vorstellen, mit dem Billigticket auch in die Ferien zu fahren. Dann wäre mit einem Run auf die Fahrscheine zu rechnen.

Thomas Riebesehl