Derpart: Rückkehr in die Gewinnzone

Leitet seit Anfang 2022 die Geschicke von Derpart: Thomas Osswald. Foto: Derpart
Leitet seit Anfang 2022 die Geschicke von Derpart: Thomas Osswald. Foto: Derpart

Aufsichtsratssitzung, Gesellschafter- und Partnerversammlung: Das Programm der Derpart-Zentrale in den vergangenen Tagen war prall gefüllt. Die gute Nachricht: „Die Trendwende ist geschafft.“ Die Zahlen seien zwar noch nicht „überragend“, so Geschäftsführer Thomas Osswald. Aber das Ergebnis von Derpart habe sich gegenüber dem Vorjahr „deutlich“ erholt.

Osswald zufolge erzielte die Franchise- und Filialkette einen kleinen Gewinn und lag 2022 nur noch rund ein Drittel unter dem Umsatzniveau des Jahres 2019. Dabei erwirtschafteten die Touristikbüros zwei Drittel des Umsatzes, ein Drittel steuerte der Bereich Geschäftsreisen bei. Er firmiert seit Kurzem unter dem Markennamen DER Business Travel.

Geld verdienen, um zu investieren

2022 sei überschattet gewesen von den letzten Pandemie-Auswirkungen, dem Ukraine-Krieg sowie einem rasanten Anstieg der Inflationsrate. Das laufende Jahr möchte man nun mit einem „deutlichem Gewinn“ abschließen. „Und so wie es bisher läuft, werden wir das auch“, kündigt Osswald an.

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Die Rückkehr in die Gewinnzone sei von großer Bedeutung, um Investitionen in die Zukunft vornehmen zu können. Investitionen in zweierlei Hinsicht: Zum einen seien Käufe zusätzlicher Reisebüros in Vorbereitung, zum anderen gehe es um Investitionen in Digitalisierungsmaßnahmen und neue Technologien wie beispielsweise Künstliche Intelligenz. Gerade bei Letzterem gelte es, die Synergien mit der DER/Rewe Gruppe weiter auszubauen und zu nutzen.

Datenmissbrauch ausgeschlossen

Negative Folgen aus dem Datenskandal von RTK und FTI sieht Osswald für Derpart nicht. „Es gab und gibt bei uns keinen derartigen Datentransfer zu den Veranstaltern“, betont der Geschäftsführer. Selbstverständlich kenne man die Umsatzdaten der Büros, schließlich benötige man diese für Provisionshochrechnungen, Erlösbriefe, korrekte Zuordnung von Superprovisionen und ähnliches. „Aber diese Daten verbleiben allesamt und ausschließlich bei uns“, stellt der Geschäftsführer klar.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang: Die Zentrale von Derpart speichert Osswald zufolge keine Kundendaten der Reisebüros. Diese sind gleichzeitig auch Gesellschafter der Kette und verfügen jeweils über eine eigene Datenbank, mit der ohne Zustimmung keine Interaktionen stattfinden. Jedes Büro und jeder Dienstleister habe eine Vereinbarung zur Datenvereinbarung (AVV) unterschrieben, die einen Missbrauch ausschließe, so Osswald.

Abschied von Volker Heisig

Verabschieden muss sich die Kette unterdessen von Volker Heisig: Der früher unter anderem für Ameropa und Alltours Reisecenter tätige Manager war vor gut einem Jahr zu Derpart gekommen, um den Franchise-Bereichs auszubauen. Er verlässt die Frankfurter mit dem heutigen Tag.

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