RTK prüft KI-Hotline für Reisebüros

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Die Reisebüro-Kooperation RTK prüft gemeinsam mit Reiseveranstaltern ein KI-System, das Service-Hotlines entlasten und Reisebüros wie Reisenden schneller Auskunft geben soll. Zum Einsatz kommen könnte dabei die Sprach-KI „Mia“ des Berliner Unternehmens Holologix.ai. Hintergrund ist das hohe Aufkommen an Serviceanfragen, das viele Anbieter mit begrenzten personellen Ressourcen bewältigen müssen.

Geplant ist ein Netzwerk aus spezialisierten KI-Agenten, die Informationen untereinander austauschen und Anfragen automatisch an die passende Stelle weiterreichen. Statt mehrerer Ansprechpartner bei unterschiedlichen Veranstaltern könnte es damit künftig einen zentralen Zugang geben. Nach Angaben der Beteiligten sollen so Erreichbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit verbessert werden.

Eine Nummer statt vieler Hotlines

Im Basispaket soll das System rund um die Uhr Standardfragen beantworten, etwa zu Reisebedingungen, Stornierungen, Einreisebestimmungen, Versicherungen, Gepäckregeln oder Zielgebieten. In späteren Ausbaustufen sind auch Echtzeitinformationen zu Verfügbarkeiten, Preisen und Buchungen sowie automatisierte Umbuchungen und Stornierungen vorgesehen. „Die Reisewirtschaft steht vor der Herausforderung, steigende Serviceanfragen mit begrenzten personellen Ressourcen zu bewältigen“, sagt Holologix.ai-Chef Salim Sahim.

Ein besonderer Baustein ist ein eigener KI-Agent für Krisenlagen. Er soll offizielle Reise- und Sicherheitshinweise auswerten und bei Naturkatastrophen, politischen Krisen oder Flugstörungen gebündelte Informationen liefern. Laut Unternehmen läuft die Technik DSGVO-konform auf europäischer Infrastruktur und lässt sich an bestehende Buchungs-, CRM- und Servicesysteme anbinden.