
Reisebüros können mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz effizienter werden – und somit den Kundenservice weiter verbessern. Besonders weit bei diesem Thema ist die Schmetterling-Kooperation – und führt jetzt die virtuelle Mitarbeiterin Kira ein.
Mit dem Start der ersten ersten Agentic-AI-Lösung im stationären Reisevertrieb setzte die Reisebüro-Kooperation Schmetterling im Frühjahr Maßstäbe in der Branche. Denn diese Form der Künstlichen Intelligenz kann Aufgaben nicht nur analysieren, lösen und beantworten, sondern Vorgänge auch eigenständig anstoßen und vorbereiten.
Nun geht der Schmetterling-Verbund, zu dem auch eine eigene IT-Schmiede gehört, den nächsten Schritt: Agentic-AI wird mit der digitalen Marketing-Lösung Go4It verknüpft. Ergebnis ist die virtuelle Reiseverkäuferin Kira. Bei ihr bündelt Schmetterling künftig sämtliche KI-Leistungen. Auf Basis dieses Know-hows soll Kira eine weitere Mitarbeiterin in all jenen Büros werden, die mit der Technik arbeiten und sich damit den Alltag erleichtern wollen.
Testbüros mit bisher guten KI-Erfahrungen
Und das sind inzwischen einige: Rund 300 Büros haben bislang den im Frühjahr auf Agentic-AI-Basis gestarteten KI-Piloten getestet und „sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Schmetterling-Chef Ömer Karaca. Vor allem die automatisiert im Namen der Reisebüros versendeten Inspirations-Newsletter hätten einen insgesamt guten Erfolg.
Einer der Vorteile neben der Zeitersparnis: Der KI-Pilot schreibt auch Kunden an, zu denen das Reisebüros seit über zwei Jahren oder mehr keinen Kontakt hatte. Insgesamt seien bislang rund 10.000 Mails verschickt worden – auf ihrer Basis wurden nachweislich 685 Buchungen erzielt. Dies sei „schon mal eine sehr gute Conversion“, freut sich Karaca.

Die Technik lernt, Fehler sind nicht ausgeschlossen
Dem Manager ist dabei bewusst, dass die KI keine neuen Kunden gewinnen kann. „Aber frühere Kunden zurückgewinnen, das kann sie“, so Karaca. Dass dabei mitunter auch mal Angebote versendet werden, die nicht zum Kunden passen, sei kein Drama und könne sogar als Chance für die Kontaktaufnahme genutzt werden.
Dennoch gesteht Ömer Karaca, dass bei der automatisierten Angebotserstellung noch Besserungsbedarf besteht. Eine Alternative zu der neuen Technik sieht er aber nicht. „Die Kunden wollen immer schneller Feedback erhalten – und sie wollen aktiv kontaktiert werden.“ Genau dies gehe nur über einen gewissen Grad an Automatisierung.
So viel kostet Kira
Großer Vorteil an Kira sei, dass die virtuelle Mitarbeiterin vollständig in die Technik der Schmetterling-Kooperation integriert sei und somit eigenständig Kundendaten analysieren kann – und zwar unabhängig davon, ob ein Reisebüro Daten eingepflegt hat oder nicht. Der Grund: Kira schaut sich frühere Buchungen an und erstellt auf dieser Basis ein aktuelles Angebot.
Die Preise für Kira richten sich mit dem Start am 1. Oktober nach dem vermittelten Reiseumsatz des Reisebüros im Vorjahr. Bis 750.000 Euro werden 24,90 Euro fällig, bis 1,25 Millionen Euro 34,90 Euro, darüber 44,90 Euro. Die Mehrwertsteuer ist nicht inbegriffen.
Details zum Leistungsumfang von Kira lesen Sie in der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 17/26), die Anfang dieser Woche erscheint und auch per E-Paper gelesen werden kann.



