QTA-Reisesommer: „Wie in alten Zeiten“

Eine Gruppe Trommler in Garde-Uniformen laufen durch eine Messehalle, Besucher daneben.
Trommelwirbel zum Auftakt: Der zweite QTA-Reisesommer war mit Abstand das größte Vertriebs-Event des Jahres. Foto: mg

Fast 1.400 Reiseverkäufer und 120 Aussteller: Der QTA-Reisesommer in Mainz hat bei seiner zweiten Auflage den guten Start aus dem Vorjahr noch einmal getoppt. „Dieses Event ist angekommen im Markt. Die Vielfalt der Aussteller und der Workshops spricht für sich – und die Resonanz der Reiseverkäufer ist großartig“, betonte QTA-Sprecher Thomas Bösl zum Auftakt des Events.

Begeisterte Reiseverkäufer

Genau diese Resonanz wurde in quasi jedem Gespräch deutlich, das die ta-Redakteure Clara Petri, Christofer Knaak und Matthias Gürtler mit den Reiseverkäufern führten. „Das ist auf einer Ebene mit dem Neckermann Reisesommer“, lobte Gülhan Karahaliloglu vom Reisebüro Holiday Stars in Hanau. „Kompakt, gut besetzt, perfekt organisiert“, so das Fazit von Sonja Schmitt vom Reisebüro „Die Sonne Reisen“ in Pohlheim. Und Mhemet Bozer vom Reiseland Reisebüro in Hamm betonte: „Informativ, spannend, großartig. Gut, dass wir den weiten Weg auf uns genommen haben.“

Bösl: Enttäuschung über Luftverkehrssteuer

Vor den Produktinfos auf der Reisemesse und den Workshops in diversen Nebengebäuden der Halle 45 in Mainz ging es zum Auftakt des Events auch kurz um Politik. „Es ist gut, dass Ihr hier seid, liebe Reiseverkäufer. Denn miteinander zu sprechen ist immer besser als übereinander zu sprechen“, betonte Bösl auf der Event-Bühne und gestand anschließend: „Leider haben wir auch eine schlechte Nachricht im Gepäck. Die Ankündigung, dass die Luftverkehrssteuer nicht gesenkt wird, ist ein Nachteil für die Branche – und schwächt den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Dem wollte der Ehrengast des Tages, Alexander Schweitzer, nicht wiedersprechen. Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz kündigte an, die Luftverkehrssteuer nicht unter den Tisch zu kehren: „Der Applaus hier in der Halle hat mir Mut gegeben, mit der Bundesregierung weiter über dieses Thema zu diskutieren.“

Dem SPD-Politiker ist dabei bewusst, dass der Finanzdruck auf die Regierung groß ist und der Staat gerade mit Blick auf die Infrastruktur vor großen Herausforderungen steht. Und die sei letzlich auch für die Touristik von immenser Bedeutung.

Loidl: „Hier ist die Branche, hier ist die Zukunft“

Der erst vor zwei Wochen ins Amt gewählte neue DRV-Präsident Albin Loidl fand denn auch lobende Worte gegenüber der Politik. Ohne deren Unterstützung während der Corona-Pandemie würde es die Branche in dieser Form nicht mehr geben, sagte Loidl mit Blick auf die vielen Teilnehmer und die bunte Reisemesse auf dem QTA-Reisesommer. Das Event sei ein „Format, das begeistert. Hier ist die Branche, hier ist die Zukunft“, sagte Loidl auch mit Blick auf die vielen jungen Teilnehmer des Events. Sie würden unter anderem hier in Mainz erleben, wie spannend und vielseitig die Touristikbranche sei.

Geöffnet war das größte Vertriebs-Event des Jahres wie im Vorjahr für Reisebüros aller Ketten und Kooperationen inklusive dem mobilen Vertrieb. Und die Teilnahme war erstaunlich: Die am weitesten gereisten Reiseverkäufer kamen aus Ostfriesland und Rostock, Cottbus, Essen und dem südlichsten Baden-Württenberg. Nach der großen Reisemesse und diversen Workshops legte ab 18 Uhr ein DJ zur After Work Session auf, ab 21 Uhr folgte die große Abschlussparty.

Fotos auf der ta-Homepage und auf Instagram

Der erste QTA-Reisesommer hatte vor exakt einem Jahr an gleicher Stelle stattgefunden. Wer neugierig ist auf einen Rückblick klickt einfach durch unsere Bildergalerie 2024. Die Fotos von diesem Jahr stellen wir am Montag online, einen ersten Eindruck vom Reisesommer 2025 gibt es auf der Instagram-Seite von touristik aktuell

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