Reisebüro-Geschäft: Guter Auftakt ins Jahr

Der stationäre Reisevertrieb ist positiv ins neue Touristikjahr gestartet – auch wenn die Buchungsmonate November und Dezember nicht so stark waren wie zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr. Dies geht aus den aktuellen Zahlen des Frankfurter Dienstleisters Tats hervor. Demnach lagen die touristischen Buchungseingänge im November mit minus 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, im Dezember gab es beim Auftragseingang sogar ein Minus von 2,3 Prozent.

Allerdings waren offenbar die bereits vor November getätigten Buchungen für das Reisejahr 2026 sehr gut. Denn der touristische Auftragsbestand nach Reisedatum bis Dezember 2025 liegt trotz der jüngsten Minuszahlen aktuell mit vier Prozent im Plus.

Kreuzfahrten legen weiter zu

Richtig stark läuft einmal mehr das Geschäft mit Kreuzfahrten. Sie konnten bei den Buchungseingängen im Dezember ein Plus von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erzielen. Im November hat dieser Teilbereich des Touristikgeschäfts ein Plus von 8,3 Prozent eingefahren.

Bestätigt werden diese Zahlen sowohl vom DRV als auch von der CMT vorgestellten Reiseanalayse. Diese bescheinigen der Branche ein insgesamt gutes Frühbuchergeschäft und sehen dem Touristikjahr 2026 sehr optimistisch entgegen.

Östliches Mittelmeer stark im Plus

Wachstumstreiber bleiben den Analysen zufolge Kreuzfahrten, Fernreisen sowie klassische Badeziele im östlichen Mittelmeer mit einem aktuellen Umsatzplus von 22 Prozent. Dies deutet uner anderem auf eine starke Nachfrage für Griechenland und die Türkei hin. Auch Ägypten, Italien, das spanische Festland und Tunesien seien nach den Auswertungen von Travel Data + Analytics (TDA) bei den Frühbuchern besonders stark nachgefragt.

Etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt weiterhin auf Pauschal- und Bausteinreisen, die in der DRV-Marktanalyse ebenso berücksichtigt werden wie individuell organisierter Urlaub. Die Studien sind Titelthema der nächsten Ausgabe von touristik aktuell (ta 0126), die am kommenden Montag erscheint.

Ein wichtiger Gradmesser für das Reisebüro-Geschäft wird nunmehr der laufende Januar sein. Er ist zwar nicht mehr der extrem dominante Buchungsmonat wie früher, bleibt aber immer noch ein wichtiger Wegweiser für die Geschäfte der Branche.