Glamour, Wellness und jede Menge K-Drama

Blick von einem Berg auf die Millionenmetropole Busan im Abendlicht. Die Sonne ist bereits untergegangen, der Himmel aber noch dunkelviolett.
Blick auf die Millionen­metropole Busan. Die Stadt hat aber auch ihre grünen Seiten und bietet tolle ­Ausflugsziele. Foto: SeanPavonePhoto / iStock

Feiner, weißer Sand, blaue Fluten, ein paar Kinder spielen im Wasser: Der Haeundae-Strand ist einer der schönsten Koreas, und das, obwohl er mitten im Ballungsraum Busan liegt, Koreas zweitgrößter Stadt. Noch ein bisschen idyllischer wirkt er, wenn man ihn von Süden aus ansteuert, über die Dongbaek Island Costal Promenade am felsigen Ufer – nur um am Ende des Weges mit der grandiosen Skyline hinter dem Strand belohnt zu werden.

In Sachen Glamour muss sich die 3,5-Millionen-Metropole Busan nicht vor der Hauptstadt Seoul verstecken – und das hat unter anderem mit der ­Gegend rund um diesen Strand zu tun. Denn ­jeden Herbst findet in Haeundae das Busan International Film Festival (BIFF) statt, das asiatische Gegenstück zu den Filmfestspielen in Cannes.

Filmstars und ein Cultural Village

Dann hat man sogar eine reelle Chance, dem einen oder anderen Star des K-Dramas zu begegnen. Den Rest des Jahres sind es vor allem Fans, die sich hier, gerne auch im traditionellen Hanbok-Gewand, durch die Stadt treiben lassen.

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Eine der ersten Adressen (noch vor Haeundae!) ist allerdings Gamcheon Cultural Village: Kleine, schiefe und kritzebunte Häuschen klammern sich hier an steile Hänge. Die Ursprünge dieser farbenfrohen Siedlung sind eher bescheiden: Einst siedelten hier bettelarme Flüchtlinge während des ­Koreakriegs. Wahrscheinlich wäre Gamcheon ­irgendwann einmal abgerissen worden, hätte nicht ein studentisches Kunstprojekt das Viertel „veredelt“ und aufgehübscht. Seither ist es der größte Touristenmagnet, denn auch K-Drama-Regisseure lieben Gamcheon, so dass es zahlreiche Originalspielorte gibt, die Jugendliche aus aller Welt mit fast schon ­religiöser Ehrfurcht besuchen. Mit oder ohne Hang zur Korean Wave, die Aussichten sind in ­jedem Fall einzigartig.

Seafood und Sauna

Wer nach Busan fährt, hat allerdings nicht nur K-Drama im Sinn. Busan ist die Stadt der Kaufleute – und der Fischer! Frisches Seafood ist hier Alltag. Wer wissen will, wo die ganzen Leckereien herkommen, muss auf dem Jagalchi-Fischmarkt vorbeischauen: Von früh bis spät gehen hier lebende Kraken, Garnelen, Seegurken, Langusten und natürlich Fisch in Hülle und Fülle an rund 7.000 Verkaufsständen über den Tisch, während sich hier und da auch mal eine Krake aus dem Plastikbottich kämpft und aus dem Staub macht.

Rund um den Fischmarkt, der einen fulminanten ­Kontrapunkt zur futuristischen Atmosphäre von ­Haeundae darstellt, kann man sich die Ausbeute ­direkt zubereiten lassen. Am Abend empfiehlt sich eine ultimative Wellness-­Erfahrung im koreanischen Stil: das legendäre Jjimjilbang im Shinsegae Centum City. Mehr als 30 thematisch verschiedene Saunaräume, Open-Air-Fußbäder und etliche Thermalbecken über mehrere Stockwerke warten hier auf Gäste.

Gut erholt ist am nächsten Tag ein Ausflug zum Beomeosa-Tempel auf dem Berg Geumjeongsan im Norden Busans ein Muss. Wer hätte gedacht, dass diese Hedonisten-Stadt auch noch einen der größten und schönsten Tempel Südkoreas hat?

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