Schauinsland: 1.000 Explorer-Anträge an einem Tag

Explorer ist in 71 Ländern der Welt aktiv, darunter auch in Südafrika
Explorer ist in 71 Ländern der Welt aktiv, darunter auch in Südafrika. Foto: mg

Die Übernahme des Bausteinveranstalters Explorer durch Schauinsland-Reisen stößt im Vertrieb auf eine gewaltige Resonanz: Laut Vertriebschef Detlef Schroer gingen ein Tag nach Verkündung des Deals rund 1.000 Anträge auf einen Agenturvertrag ein. Geplant hatte Schroer mit rund 1.500 Verträgen in einem Monat. „Ich glaube, das schaffen wir“, sagt er mit einem Smiley versehen gegenüber touristik aktuell.

Schauinsland sei von den Reisebüros immer wieder darauf angesprochen, warum der Veranstalter nicht auch im Bausteinsegment aktiv werde. Genau das habe man nun getan, so Schroer. Die Technik von Explorer, die auf dem Baustein-Tool Nezasa basiert, sei genau das, was Reisebüros benötigen, was dem Anspruch von Schauinsland entspreche: Schnell und einfach.

Explorer mit „hervorragender Technik“

Dass es bei der erwartenden Umsatzsteigerung irgendwann auch einmal knirschen wird, werde nicht zu vermeiden sein. „Aber insgesamt ist die Technik hervorragend und das Buchen von Bausteinen so einfach wie nur möglich“, schwärmt Schroer und verweist auf Tests, die man vor der Übernahme von Explorer unter anderem mit ausgewählten Büros der Alpha-Kette und von Holiday Land durchgeführt habe. Die Resonanz sei „sehr gut“ gewesen, berichtet der Schauinsland-Manager, der gleichzeitig Mitgeschäftsführer der von RTK übernommenen Reisebüro-Organisationen ist.

„Gleicher Service wie bei Schauinsland“

Vor der Übernahme durch Schauinsland wurden die Produkte von Explorer nur über eigene Büros innerhalb der AER-Gruppe sowie ausgewählte Partnerbüros vertrieben. Für den Aufbau eines großen Vertriebsnetzes werden derzeit Mitarbeiter in Duisburg geschult und Info-Mails und Webinare angeboten. Das Versprechen aus Duisburg: „Wir werden im Vertrieb für Explorer den gleichen Service bieten wie für Schauinsland-Reisen.“ Zudem werde bereits seit einiger Zeit die Reservierungsabteilung von Explorer aufgestockt.

Details zum angekündigten gemeinsamen Provisionsmodell will Schroer noch nicht geben. Allerdings ist kaum zu erwarten, dass der Veranstalter in der neuen Konstellation an der Grundprovision von zehn Prozent rüttelt. Präsentiert wird das Modell im Laufe des Juli, spätester Termin ist der 31. Juli. „Das ist vertraglich geregelt. Und daran halten wir uns“, so Schroer im Gespräch mit touristik aktuell.

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