
Der Duisburger Veranstalter Schauinsland-Reisen hat nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes Mitte März über 50.000 Gäste aus den Urlaubszielen zurückgeholt und 130.000 Kunden die Reisekosten zurückerstattet. Allein diese Summe belaufe sich bis Ende April auf 70 Millionen Euro, heißt es in einer Mitteilung.
Um all dies, aber auch andere Dinge abzuwickeln, habe man in den vergangenen Wochen täglich rund 10.000 E-Mail-Anfragen beantwortet und über 3.000 Telefonate geführt. „Das Ganze ist eine Mammutaufgabe, die das komplette Team von Schauinsland-Reisen buchstäblich 24/7 fordert“, berichtet Geschäftsführer Gerald Kassner.
Die Corona-Krise sei ein enormer Krafttakt, „zeitweise bis zur Schmerzgrenze“, so Kassner. Auch finanziell gehe es an die Grenzen, die Auswirkungen und Folgen der Reisewarnung seien „trotz bester wirtschaftlicher Solidität eine große Herausforderung“, gesteht der Geschäftsführer.
Einhergehend mit der globalen Reisewarnung der Regierung und dem frühzeitigen Abbruch des Urlaubs habe man zudem innerhalb von 14 Tagen „so viele Kulanzanfragen erhalten wie sonst in 18 Monaten“.
Trotz der aktuellen Ausnahmesituation blickt Kassner optimistisch in die Zukunft. Die Vorarbeiten für das Winterprogramm 2020/2021 seien weitestgehend abgeschlossen. Die Kataloge werden Ende Mai erscheinen, buchbar ist bereits jetzt vieles. „Die ersten und somit sehr frühen Buchungseingänge für die kommende Wintersaison zeigen uns, dass die Menschen reisen möchten und dass viele urlaubsreif sind. Ein gutes Zeichen – für uns und die gesamte touristische Infrastruktur in Deutschland und den Zielgebieten“, so Kassner.
Doch nicht nur der touristische Winter stehe in den Startlöchern, auch die ersten Ziele für den Sommer 2021 seien bereits angelegt. Hierfür sollen die Kataloge Anfang Oktober erscheinen. Die Freischaltung in den Systemen soll deutlich früher erfolgen.


