TUI-Chef Ebel: „Vielfalt ist Kern unserer DNA“

Bezieht deutlich Position gegen Rechts: TUI-Konzernchef Sebastian Ebel. Foto: TUI
Bezieht deutlich Position gegen Rechts: TUI-Konzernchef Sebastian Ebel. Foto: TUI

TUI-Chef Sebastian Ebel hat im Rahmen der heutigen Aktionärsversammlung einmal mehr und äußerst deutlich Position zur aktuellen gesellschaftlichen Lage bezogen. „Wir sehen uns derzeit mit einer neuen Welle von rechtem Gedankengut und Nationalismen konfrontiert. Hier bei uns in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern Europas und der Welt. Das gesellschaftliche Klima ist rau geworden – inakzeptabel rau“, so Ebel vor den TUI-Aktionären.

Tourismus steht für „Austausch und Verständigung“

Abschottung, Intoleranz und verengtes Denken seien dabei, „sich in die Mitte der Gesellschaft zu schleichen“. Dies sei Grund zur Sorge und erfordere, „dass die breite Masse ein Zeichen dagegen setzt“, sagte Ebel und forderte: „Wir können dem Intoleranten nicht mit Toleranz oder Gleichgültigkeit begegnen. Das ist eine Frage der Haltung, unserer Werte und unserer Verantwortung.“

Wie keine andere Industrie stehe der Tourismus für Austausch und Verständigung. Reisen ermögliche es den Menschen, über den eigenen Horizont hinauszublicken. Reisen schaffe Raum für persönliche Begegnungen über Grenzen und kulturelle Unterschiede hinweg. Gerade TUI sei als Marktführer im Tourismus „in ganz besonderer Weise“ ein Unternehmen der Vielfalt. „Vielfalt ist Kern unserer DNA – und darauf sind wir sehr stolz“, betonte der Konzernchef.

Vielfalt als DNA – und als Stärke

„Vielfalt ist unsere Stärke – das gilt für TUI als Unternehmen genauso wie für Europa“, betonte Ebel. Sie mache das Leben zwar „nicht immer einfacher, aber ganz ohne Zweifel besser“. TUI werde sich weiterhin für Vielfalt, Toleranz und Verständigung einsetzen. „Nie wieder ist jetzt – das ist unser klares Bekenntnis. Und das ist auch mein Bekenntnis – sowohl als Vorstandsvorsitzender als auch als Mitbürger Sebastian Ebel“, so der Konzernchef.

Ebel nutzte den Anlass und kündigte an, dass TUI in den kommenden Wochen die lange geplante Diversity-, Equity- und Inclusion-Strategie starten werde. Gemeinsam mit Arbeiternehmervertreterinnen und -vertretern sowie allen Mitarbeitenden wolle man auf diese Weise sicherstellen, „dass bei TUI jeder so sein kann wie er ist – ungeachtet von Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Identität, Religion, Beeinträchtigungen oder besonderen Fähigkeiten“, so Konzernchef Ebel vergangene Woche vor den Aktionären des Konzerns.

Newsletter

Newsletter - Touristik aktuell – Reportagen und Analysen für die Reisebranche

Bildergalerien

Schauinsland-Reisen Partner Jahrestagung im Athena Royal Beach Hotel auf Zypern, 11. bis 14. Dezember

Zukunftsthemen, Workshops, Networking: Rund 250 Touristiker waren zu der Jahrestagung von Schauinsland-Reisen Partner nach Zypern gereist. Impressionen von der spannenden Jahrestagung.

Meistgelesen

Qatar Airways streicht Deutschland-Flüge

Qatar Airways reduziert ihr Flugangebot nach Deutschland ab März 2026 deutlich. Insgesamt neun wöchentliche Verbindungen fallen weg, mit Einschnitten vor allem in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt. Hintergrund sind Kapazitätsanpassungen und Wartungsarbeiten am Flughafen Doha.

Reiseprofi startet Petition gegen Cashback-Modelle

Ein Reisebüro-Inhaber aus Bergedorf ruft Kollegen zur Unterstützung auf. Nach einer erfolgreichen Branchenpetition nimmt er nun ein weiteres Thema ins Visier – eines, das seiner Meinung nach viele Reisebüros zunehmend unter Druck setzt.

Schauinsland knackt Zwei-Millionen-Marke

Schauinsland-Reisen erreichte 2024/2025 erstmals über zwei Millionen Kunden und steigerte den Umsatz um 11,5 Prozent. Wachstumstreiber waren Thailand, die Malediven und weitere Zielgebiete. Neue Kundensegmente und Synergien entstehen durch die Integration von Explorer.

Bistro Portal: Reiseexpertin startet Petition

Die geplante Abschaltung der Funktion „Nur Hotel“ im Bistro Portal sorgt für großen Unmut in Reisebüros. Eine Münchner Reiseexpertin startete eine Petition, die bereits über 1.300 Unterstützer hat – viele fürchten deutliche Nachteile durch die neue Maske „Hotels & Mehr“.

Mietwagen: Starcar steht vor dem Aus

Der Autovermieter Starcar steht vor der Abwicklung, da bislang kein Investor gefunden wurde. Etwa 600 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Trotz Insolvenz läuft der Betrieb an den Standorten vorerst weiter, jedoch sind Einschränkungen ab Januar 2026 geplant.

Risk Map 2026: Wo Reisen besonders gefährlich ist

Safeture und Riskline haben ihre neue Risk Map 2026...
×