TUI-Provisionen: Weniger Value-Stress

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Ein Fußball schwebt über einem grünen Spielfeld mit einer großen, stilisierten Zahl zwei im Hintergrund.
Klare Botschaft: Vertriebsdirektor Michael Knapp und CCO Ralf Horter setzen wieder stärker auf Umsatzwachstum als auf den Value-Anteil
Klare Botschaft: Vertriebsdirektor Michael Knapp und CCO Ralf Horter setzen wieder stärker auf Umsatzwachstum als auf den Value-Anteil. Foto: pra

Rund vier Wochen früher als bisher veröffentlicht TUI heute das Provisionsmodell für 2014/2015. Und die Botschaft ist eindeutig: Der Druck auf den Vertrieb in Sachen Value-Umsatz wird zurückgenommen, die Reisebüros sollen künftig wieder sämtliche TUI-Produkte ohne Vorbehalte verkaufen. „Die Umsatzentwicklung spielt für uns mindestens eine genau so große Rolle wie der Value-Anteil“, betont Vertriebsdirektor Michael Knapp. „Wir wollen Marktanteile zurückgewinnen.“

Damit verfolgt TUI den vor einem Monat mit dem „Extra Deal“ eingeschlagenen Kurs im kommenden Geschäftsjahr weiter. Die Provisionstabelle bleibt zwar völlig unverändert. Doch mit drei Maßnahmen will der Veranstalter zusätzliche Buchungen erzielen:

Erstens wird der in diesem Jahr erreichte Value-Anteil des Reisebüros garantiert. Selbst wenn der Anteil der exklusiven Produkte am Umsatz zurückgeht, hat das für die Provision keine Konsequenzen. Ein weiterer Anstieg dagegen wird honoriert.

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Eine lächelnde Flugbegleiterin in roter Uniform steht vor einem Freebird-Logo und präsentiert ein Buchungsangebot für Flüge.

Zweitens gibt es auf Mehrumsätze von über 20.000 Euro ein „Wachstumsincentive“: Zwei bis zehn Prozent erhält das Reisebüro zusätzlich auf diese Verkäufe. Ausgenommen sind TUI Cruises, Wolters und TUI 4U.

Drittens wird ab einem Umsatzzuwachs von fünf Prozent im kommenden Geschäftsjahr der volle „Wachstumsvorteil“ gewährt. Das Plus kann also in voller Höhe gegen einen etwaigen Rückgang im darauffolgenden Jahr verrechnet werden statt wie sonst nur zur Hälfte.

Auch wenn der Value-Anteil den Reisebüros nun weniger Kopfzerbrechen bereiten muss, wird er „in 90 Prozent der Fälle ohnehin wachsen“, ist Knapp sicher. Denn das Angebot an exklusiven Produkten wird bei den TUI-Marken weiter ausgebaut.

Besonders gilt das für Airtours: Hier wird die Zahl der Value-Hotels verdreifacht, sie machen künftig gut 50 Prozent des Umsatzes bei der Luxusmarke aus. „Starke Airtours-Agenturen werden in Zukunft gleichberechtigt sein mit starken TUI-Agenturen“, verspricht der Vertriebsdirektor. Airtours hat diese Hotels zwar nicht exklusiv unter Vertrag, wertet sie aber mit „exklusiven Vorteilen“ wie Zimmer-Upgrades, Early Check-in/Late Check-out oder Erlebnispaketen zu Value-Produkten auf.

Weitere Neuerung: Die Marke Discount Travel wird aufgelöst, das Portfolio geht nahezu komplett in das Programm von 1-2-Fly ein und wird dort künftig nach der regulären Staffel vergütet. Die bei Discount Travel geltende Deckelung bei zehn Prozent wird abgeschafft.