TUI-Vertriebschef von Düring: Künftig buchungsbezogene Provisionen statt Malus.Foto: TUI
Nach anhaltender Kritik aus dem stationären Vertrieb zieht Deutschlands größter Reiseveranstalter Konsequenzen: Der Malus soll im nächsten Geschäftsjahr abgeschafft werden. Ein entsprechender Beschluss ist nach TUI-Angaben gefällt, die Umsetzung hängt von der Technik ab. Der Druck sei jedoch sehr hoch, das Thema schnell in die Gänge zu bekommen, sagt TUI-Vertriebschef Hasso von Düring.
Reisebüros müssen demnach schon jetzt damit planen, dass es Ende 2010 keine Provisionsvorauszahlung mehr gibt. Denn mit dem Wegfall des Malus wird TUI auf eine buchungsbezogene Provisionsauszahlung umstellen. Das künftige Modell soll zudem wesentlich transparenter werden als bisher, kündigt von Düring an. Eine Rückstufung innerhalb der Provisionsstaffel werde es bei rückläufigen Umsätzen allerdings auch künftig geben.
Für dieses Jahr haben sich die Hannoveraner entschieden, die vor zwei Jahren aufgrund englischer Börsengesetze abgeschaffte B2-Tabelle wieder einzuführen. Sie wird dann interessant, wenn TUI beim Umsatz unter dem Vorjahr liegt. In diesem Fall bekommen Reisebüros auch dann ihre ganz normale Basisprovision, solange sie nicht schlechter als fünf Prozent unter dem TUI-Schnitt liegen. Der Veranstalter wird deshalb künftig regelmäßig die für den Vertrieb relevante Umsatzentwicklung veröffentlichen.




